Freitag, 18. April 2008

Theater

Gestern abend war ich zum ersten Mal in Pakistan im Theater.

Ein Kollege hatte Freikarten für „Bombay Dreams“ ein Musical das laut Internet aus der Feder von Andrew Lloyd Webber stammt und im Juni 2002 in London Premiere hatte.


Nunja, dies war wohl hier die Pakistanische Variante. Wir wissen ja schon das die Pakistani sehr gut im kopieren sind.

Aber auch der Eintrittspreis (den wir hätten bezahlen müssen wenn wir keine Freikarten gehabt hätten) war mit 500 PKR (ca. 5 EUR) nicht besonders hoch.
Deshalb war es wohl auch so voll. Also ich habe ja schon ausverkaufte Häuser gesehen, aber was hier abgeht...
Nicht nur jeder Sitzplatz war besetzt, die Leute haben alle Treppenaufgänge komplett blockiert, sassen direkt vor der Bühne und ich weiß nicht wo sonst noch. Wenn da mal eine Panik ausbricht ist alles zu spät.

Das Stück an sich war sehr gut. Die Schauspieler jung und engagiert.
Zwei Stunden lang ein Feuerwerk an Musik und Schauspiel. Die Story natürlich ala Bollywood. Es handelt von dem jungen Mann Akaash, der in den Slums von Bombay aufwächst und davon träumt, eines Tages ein Bollywood-Star zu werden. Er hat großes Glück und wird vom Bollywood-Producer Madan entdeckt. Akaashs Wunsch geht in Erfüllung. Er wird ein großer Star. Und er verliebt sich in die hübsche Tochter von Madan, Priya. Gleichzeitig fängt er an seine Vergangenheit und damit die Menschen, die sein früheres Leben geprägt haben, zu vergessen. Auch seine Liebe zu Priya wird auf die harte Probe gestellt, als Priyas Vater Madan ermordet wird und Priya dem hinterlistigen Rechtsanwalt Vikram vertraut, ohne zu wissen, dass er mit der Mafia-Bande in Verbindung steht und sie belügt. Leider hat das Stück kein Happy-End. Akaash und Priya sterben. Schnief...

Alles in allem ein gelungener Abend. Ich werde mal die Augen und Ohren offen halten, wenn sich wieder solche Gelegenheiten ergeben.

Nächsten Wochenende möchte ich gerne für ein paar Tage nach Islamabad fahren. Vielleicht klappt es ja einen oder zwei Tage frei zu nehmen. Dann kann ich auch mal den dortigen Markt anschauen. Er scheint bei den Kunden sehr gut anzukommen.

Ansonsten geregelt Leben wie gehabt. Am Wochenende Reiten und im internationalen Club am Pool liegen. Um die Mittagszeit ist es mit über 30 Grad manchmal schon zu heiß um es in der Sonne auszuhalten.

Die Pferde die ich reite werden zurzeit ausgetauscht. 4 von 7 werden verkauft und anschließend durch neue ersetzt. Tja, so geht das, wenn man ein erfolgreicher Polospieler sein will. Da ist kein Platz für Sentimentalität. Ist das Pferd nicht mehr gut genug, zu groß oder zu klein, zu langsam oder zu schnell wird es eben verkauft. Allerdings denke ich geht es auch ums Geld. Der Besitzer kauft wohl junge nicht voll ausgebildete Pferde, steckt dann Arbeit hinein und verkauft sie am Ende mit Gewinn.
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die Neuen, die wir bekommen werden.