Donnerstag, 25. März 2010

Katmandu – Nepal

Am ersten Tag kamen wir erst mit Sonnenuntergang (18.00 Uhr) in Nepal an und konnten nicht mehr viel sehen. Katmandu scheint ohnehin die dunkelste Stadt der Welt zu sein. Okay, wir haben auch Stromausfaelle in Pakistan, aber deshalb wir ja noch lange nicht jegliche Strassenbeleuchtung abgeschaltet. Hier aber scheinbar schon.

Mein Herzblatt war uebrigens erstmalig schneller durch die Passkontrolle als ich. Er musste als Einwohner eines SAARC Staates (South Asian Association for Regional Cooperation) keine Gebuehr bezahlen (ich 25 USD fuer 15 Tage Visum). Zur SAARC gehoeren Afghanistan, Bangladesh, Bhutan, India, Maldives, Nepal, Pakistan und Sri Lanka.

Das Hotel dann sehr schoen und Gott sei Dank mit Generator. Also keine oder nur sehr kurze Stromunterbrechungen. Wir sind im neu angebauten Teil des Hotels untergebracht und ich hatte schon im Internet gelesen, dass diese Zimmer weitaus schoener sein sollen als die im alten Teil. Glueck gehabt.

Da wir letzte Nacht nicht viel geschlafen hatten gibt es nur Abendessen aufs Zimmer und dann ab ins Bett.

Am naechsten Morgen war es dann schon nach 9 als wir endlich wieder die Augen aufschlugen. Leider zu spaet fuer Fruehstuecksbuffett. Aber aufs Zimmer bestellen ging noch. Hehe... Wenn man uns soooo bittet...

Danach zu Fuss auf Streiftour durch die Stadt. Thamel ist ein quirliges Viertel mit hunderten von kleinen Shops, Hotels und Restaurants. Auch unser Hotel liegt hier ganz in der Naehe der amerikanischen Botschaft.
Durban Square ist der Platz gegenueber dem alten Koenigspalast mit seinen vielen Tempel. Hier konnten wir uns auch mit den „heiligen Maennern“ fotografieren lassen, natuerlich nur gegen entsprechendes Entgelt. Uebrigens war hier mein Eintritt dreimal so hoch wie der fuer Mazhar.

Uns taten mittlerweile die Fuesse weh und wir waehlten fuer die weitere Citytour mit noch mehr Tempeln die Rikscha. Am Ende der rund ein stuendigen Tour hat uns der Rikschafahrer noch ein schoenes Restaurant auf einem der Daecher rund um den Durban Square empfohlen. Dafuer haben wir ihn dann zum Mittagessen eingeladen. Das gleiche Gebaeude beherbergte auch eine Schule fuer Mandala Malerei. Wir haben dort ein echt grosses Mandala von einem echten Moench gemalt erstanden. Mir gefaellt es sehr gut und es wird einen tollen Platz in unserem Wohnzimmer bekommen.

Der Nachmittag war fuer einen Besuch beim Swayambhu Temple reserviert. Diese Anlage ist neben ihren gut erhaltenen Gebaeuden, Gebetsmuehlen und der tollen Ausblick auf Katmandu, auch noch fuer ihre Affen bekannt. Und wieder billigerer Eintrill fuer Mazhar. Er 50 Rupies (rund 50 Cent), ich 200 Rupies (rund zwei Euro).

Fuer den naechsten Tag hatten wir Bungee jumping geplant. Allerdings wollten wir nur zum Last Resort (so heisst der Ort an dem man sich in die Tiefe stuerzen kann) mitfahren. Dort wurde Bungee jumping von einer rund 160 Meter hohen Haengebruecke angeboten. Allein zuschauen war fuer mich schon Thrill genug. Natuerlich nicht fuer meinen Freund. Und so endete er auf der Waage und konnte dann mit seinem Gewicht per Edding auf dem Handruecken verewigt zum Sprung antreten. Seinen Aeusserungen nach hat er es genossen und wuerde es immer wieder tun. Jedenfalls haben wir ein Video vom gesamten Spektakel und wer es sehen will, nur Bescheid sagen. Und ihr werdet es nicht glauben auch hier hat er einen satten Rabatt im Vergleich zu den fuer mich geltenden Preisen bekommen. Die Fahrt zum Resort nahe der tibetischen Grenze dauerte uebrigens rund 3 Stunden und so waren wir wieder erst gegen 19.00 Uhr zurueck in Katmandu.

Was gab es sonst noch so zu tun? Ach ja, Mountain Flug zum Everest. Fuer 140 USD wird man eine Stunde die Himmalaya Bergkette entlang geflogen. Auf 7.000 Metern Hoehe in einem 30-sitzigem Jetstream Flugzeug, das nur mit 20 Leuten gebucht wird, sodass jeder einen Fensterplatz bekommt. Besuch des Piloten im Cockpit ebenfalls inbegriffen. Nicht schlecht.
Allerdings schlecht war das Wetter am Dienstagmorgen und so hiess es fast zwei Stunden am Flughafen warten, bis wir endlich ins Flugzeug einsteigen konnten. Die kleinen Maschinen reihten sich regelrecht vor der Startbahn auf. Eine landet, eine andere kann starten, eine landet, naechste starten. Wie die Perlen auf einer Schnur. Aber das Erlebnis war einmalig. Wir haben den Mount Everest oder Sagarmatha wie er hier heisst mit eigenen Augen sehen.

Zuerueck im Hotel war fuer den Rest des Tages relaxen angesagt. Abends noch schnell das Bungee-Sprung-Video in Thamel abgeholt und ein bisschen durch die Shops geschlendert, dann war auch dieser Tag vorbei.

Eigentlich wollten wir am letzten Vormittag noch den Koenigspalast besuchen, aber leider war dieser fuer Besucher geschlossen.
Also wieder durch die kleinen Strassen von Thamel und noch die letzten Souvenirs gekauft. Ein bisschen Currygewuerz, wuerzigen Tee, Raeucherstaebchen, dicke Socken aus Wolle, Kashmere Pullover und Schals. Dann war irgendwann das Geld alle und wir konnten mir vollen Koffern wieder nach Lahore fliegen.