Freitag, 17. Dezember 2010

Anreise mit Hindernissen

Unsere Reise fing schon um halb zwei Uhr morgens in Lahore damit an, dass wir am Flughafen von Mazhar`s Bruder abgesetzt wurden und dann bemerkten, dass wir mein Beautycase im Badezimmer hatten stehen lassen. Elektrische Zahnbürsten, Rasierapparat usw. waren nicht mit uns. Da konnte der Bruder sich nicht so schnell wieder ins warme Bettchen legen, da musste er erst noch einmal zu unserer Wohnung düsen und das vergessene Case holen. Gegen viertel nach zwei, wir hatten uns gerade den vordersten Platz am Check-in-Counter erkämpft, rief er an, dass er vor dem Flughafen steht. Rein kam er nicht, dazu braucht man in Pakistan ein gültiges Flugticket. Ich also wieder durch den Sicherheitscheck raus. Gott sei Dank erlaubt man dusseligen Frauen ihre Vergesslichkeit und der Sicherheitsbeamte hat auch nicht lange gefackelt, als ich ihm erklärte, dass ich noch ein Gepäckstück annehmen müsste.

Nach dem Einchecken die ernüchternde Wahrheit. Unser Flug hat zwei einhalb Stunden Verspätung. Klasse, da wird das mit dem Anschluss in Dubai ja wohl nix.

Am Boarding Gate dann eine nette Überraschung, Mazhar und ich wurden in die Business Class gesetzt. Das passiert auf dem Flug Lahore nach Dubai eigentlich recht oft, weil Business Plätze zum regulären Preis nicht verkauft werden können und dann Leute umgesetzt werden um weiteren Platz für zahlende Gäste zu schaffen. Und heute hat es mal wieder uns getroffen. Was für ein Glück.

Beim Anflug auf Dubai kam uns dann wohl eine andere zweimotorige Maschine dazwischen. Jedenfalls musste unser Pilot durchstarten. Er hat uns aber dann über das Bordmikro erklärt, dass solche Situationen an grossen Flughäfen häufiger vorkommen und wir uns keine Sorgen machen müssten. Hmm, da werde ich aber mal Simone´s Mann fragen, ob der das auch so sieht. Der ist ja Pilot bei Qatar Airways.

Jetzt sitzen wir fuer 6 Stunden in Dubai fest, geplant waren nur drei. Aber nach Düsseldorf gibt es Gott sei Dank einen zweiten Flug am gleichen Tag. Im Flieger waren bestimmt auch Passagiere, die nicht so einfach von hier weiter kommen.

Wir hoffen nur, dass der Wetterbericht für Düsseldorf uns keinen Strich durch die Rechnung macht und wir am Ende wegen Schnee nicht weiter kommen. Aber im Moment sieht es ja noch ganz gut aus. Drückt die Daumen, dass es so bleibt.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Vorfreude auf Weihnachten

Nur noch heute arbeiten, dann ist es fuer mich in diesem Jahr geschafft.
Morgen haben wir einen Feiertag und Freitag morgen geht es auf Weihnachtsurlaub nach Deutschland. Diesmal bringen wir sogar noch einen Freund mit.
Er arbeitet auch fuer die Metro hier in Pakistan und wir haben schon zweimal Urlaub mit ihm gemacht. Er war schon mit uns in Thailand (August 2009) und im Norden Pakistans (Juni 2009). Wir freuen uns, ihm diesmal Deutschland zu zeigen.
Und wie wir hoeren koennen wir sogar weisses Deutschland praesentieren.
Juchuh…

Nachdem wir alles geplant hatten, trafen uns die Tuecken im Detail.
Was macht man, wenn man noch einen Freund zu Besuch mitbringt, aber nur einen Zweisitzer faehrt? Wir koennen ihn ja schlecht hinten anbinden.
Also wird es diesmal etwas golfartiges werden, das wir uns bei Avis geliehen haben.
Hat auch den Vorteil, dass an meinen Wagen im Schnee nix drankommt. Hihihi…
Bin mal gespannt ob die zwei, mit ihren futuristisch aussehenden pakistanischen Fuehrerscheinen, auch die Fahrerlaubnis fuer den Leihwagen kriegen, sonst bleibt die gesamte Kutschiererei wohl an mir haengen.

Die Weihnachtsplaetzchen sind alle aufgegessen, es wird also Zeit, dass wir uns in deutsche Lande aufmachen.

Samstag werden wir dann auch direkt auf dem historischen Weihnachtsmarkt in Siegburg verbringen.
Das wird wohl etwas authentischer als der Weihnachtsmarkt der deutschen Botschaft hier in Islamabad. Dort war es auch in diesem Jahr trotz Ende November immer noch 20 Grad und sonnig. Es gab zwar Gluehwein, aber der schmeckt dann auch nur halb so gut. Richtige Renner sind hier immer die Adventskalender. Die kriegt man hier sonst naemlich eher nicht. Und fuer einen Stollen haben die doch glatt 10 Euro verlangt. Naja, der Erloes ging ja fuer einen guten Zweck.
Ich freue mich jetzt mehr auf den „richtigen“ Weihnachtsmarkt in Siegburg.
Mal sehen welche anderen Maerkte wir vor Weihnachten noch unsicher machen werden.

Am 28. Dezember fliegen wir dann noch nach Zuerich. Dort gibt es eine ganz besondere Silvesterfeier am Zuerich See. Ca. 200.000 Leute werden, wie jedes Jahr, erwartet. Ich stelle mir das wie eine Mischung aus Duerpelfest und Weihnachtsmarkt vor. Jedenfalls werden wir dort die Silvesternacht verbringen.

Und am 2. Januar geht es dann mit einen Kurzaufenthalt in Dubai (1 Tag) wieder nach Lahore.


Falls ihr uns treffen wollt, wir sind ab Freitag nachmittag in Solingen zu erreichen.

Sonntag, 21. November 2010

Weihnachtsbäckerei in Pakistan

Mazhar ist gestern Abend zu einem geschäftlichen Termin für eine Woche nach Shanghai geflogen. Also hatte ich die glorreiche Idee doch heute Plätzchen zu backen.
Simone und Basil sollten mir helfen. Ich hatte drei verschiedene Rezepte ausgesucht, Simone noch einmal vier andere.

Dann hiess es einkaufen. Ist gar nicht so einfach hier die passenden Zutaten zu finden.
Das fängt schon beim weissen Weizenmehl Typ 405 an, denn das kennen wir hier natürlich gar nicht. Weizenmehl ist nie richtig weiss und auch nicht so fein, wie wir das von Deutschland bzw. Simone von der Schweiz kennen. Ob auch Maismehl geht? Das sieht zumindest aus wie unser Typ 405 (weiss und pudrig), aber hat es auch die richtigen Backeigenschaften? Denn auf die kommt es ja letztendlich an. Probieren geht über studieren.
Vanillezucker hatte Simone noch ausreichend aus der Schweiz mitgebracht.
Zucker wird hier in sehr grober Form in der Küche verwendet, aber es gibt auch 200 g Pakete mit Raffinadezucker, wie wir ihn kennen. Und Puderzucker haben wir auch gefunden.
Blockschokolade sah zwar aus wie bei uns, wurde aber im Wasserbad nicht flüssig, sondern nur klumpig und klebrig. Da konnte Simone noch so lange rühren.
Und Haselnüsse gibt es überhaupt mal nicht. Also mussten wir komplett auf Mandeln und Pistazien umstellen. Die gab es natürlich nicht gemahlen, gehobelt und was wir sonst noch so brauchten. Simone sei Dank, gibt es aber fleissige Küchenmaschinen, die uns die gewünschte Form fast perfekt lieferten.
Vanillepuddingpulver braucht man natürlich auch. Aber ob das hiesige genauso "funktioniert" wie unser altbekanntes von Dr. Oetker? Wir werden sehen.

Nach sechs Stunden in der Küche und zwei Flaschen Sekt war es dann geschafft.
Die Zimtsterne hatten ordnungsgemäss genau wie die Nussherzlis (fast alle) ein Zucker-Eiweiss-Häubchen auf, die Totenbeinchen waren perfekt, die Vanillekipferl waren gepudert, die Sternentaler zwar nicht mit Johannisbeergelee sondern mit guter Himbeermarmelade gefüllt und den Einsiedler-Streifen fehlte (aus oben beschriebenen Gründer) nur der Schokoladen-Streifen. Nur unsere Feigen-Pralinen wollten nicht so richtig hart werden. Wir haben sie jetzt in der Kühlschrank gestellt. Wenn das nicht reicht werden sie eingefroren. Und die sind sowieso nix für unsere pakistanischen Freunde und Familie, Simone hat sie nämlich mit einem sehr guten Schuss Rum veredelt.

Jedenfalls tun mir jetzt die Füsse weh und ich bin froh schon im Bett zu liegen.
Morgen ist der Fünf-Tage-Urlaub (Eidul Azha = muslimisches Opferfest) vorbei und das Büro ruft. Doch können wir uns jetzt den Alltag mit ein paar Plätzchen versüssen.
Über Simone´s Vorschlag vor Weihnachten noch eine zweite Backrunde einzulegen muss ich allerdings noch sehr gründlich nachdenken...

Samstag, 6. November 2010

Kallar Kahar - Katas Raj - Khewra (Salzminen)

Das Wetter ist im Moment so angenehm, dass man alle Aktivitäten im Freien jetzt gerne macht. Täglich ist es so um die 24 Grad und sonnig. Also was können wir tun_
Samstag war ich mit Simone Winterklamotten einkaufen, den es wird schon bald noch kälter werden und dann muss man doch etwas Muckeliges zum Anziehen haben. Leider ist im Moment auch Hochzeitssaison und übernächste Woche steht das Opferfest an. Da braucht natürlich jeder neue Klamotten. Der erste Schneider den ich gefragt habe nahm schonmal gar keine neuen Aufträge mehr an. Erst nach dem Opferfest wieder. Der zweite ist auch nicht schneller fertig, aber er hat wenigsten schonmal die Stoffe angenommen und wird dann in der Woche nach dem Opferfest liefern. Ein besserer Deal war leider nicht möglich, aber das bin ich ja schon gewohnt, hier muss man einfach immer sehr viel Geduld mitbringen.

Sonntag hatten meine Kollegen den Einfall doch ein BBQ zu veranstalten. Dazu wollten wir zu einem See fahren, der gut 300 km entfernt (kurz vor Islamabad) liegt.
Für einen See muss man natürlich nicht so weit fahren, aber dieser liegt in der Nähe der Gebirgskette Kallar Kahar und diese wiederum beheimatet auch die zweitgrössten Salzminen der Welt.

Aber alles der Reihe nach. Zuerst waren wir am See. Alles sehr touristisch hier. Karussell, Tretboote und Kamelreiten wurde angeboten. Wir haben uns dann aber nur zum Kamelreiten hinreissen lassen. Und das auch nur, weil wir auf einen Typ warten mussten, der uns ein Grundstück (mit Waschraum) aufschliessen sollte. Kurz nach dem Kamelritt kam der dann auch und wir sind etwas mehr abseits zu dem Grundstück gefahren. Dort haben wir dann unseren Grill ausgepackt und ein super BBQ organisiert. Dank auch an Simone, die mir ihr Rezept für Kartoffelsalat verraten hat. Hat alles super geschmeckt.


Als dann unser Grill zum Einpacken wieder etwas abgekühlt war ging es weiter. Wir wollten ja noch zu den Salzminen. Aber auf dem Weg liegt noch ein anderer touristischer Leckerbissen. Katas Raj ein (oder vielmehr ganz, ganz viele) Hindu Tempel, der sogar als Weltkulturerbe vorgeschlagen wurde. Auch hier versucht man mit den vorhandenen knappen Mitteln soviel wie möglich der alten Substanz zu erhalten. Mit hatte es vor allem der See in der Mitte der Tempel angetan, der in einem super türkis blau schimmerte.


Dann ging es weiter zu den Salzminen. Dort kann man mit einer kleinen elektrischen Bahn in die Stollen einfahren. Der Eintritt für Pakistanis ist erschwinglich (1 Euro = 120 Rupies) während für einen Ausländer direkt 10 USD = 860 Rupies verlangt werden. Allerdings gibt es dafür nur eine geführte Tour in Landessprache (Urdu) und nix in Englisch. Ich war Gott sei Dank schonmal vor Jahren dort und die Kollegen haben damals wie heute ganz fleissig für mich übersetzt. Und viel hat sich seit letztem Mal auch nicht verändert. Das Postoffice stand, wie vor zwei Jahren immer noch ganz kurz vor seiner untertage Eröffnung. Naja, wer braucht im Zeitalter der eMail noch die Post?
Der über Jahrhunderte geformte Stalagmit im Eingangsbereich hat sich auch seit dem letzten Besuch nicht signifikant verändert, das Wasser in den alten Ausgrabungskammern ist immer noch so salzig, dass man dort nicht unter gehen dann, wenn man reinspringt. Und wieder hat es trotzdem keiner gewagt. Welche Überraschung. Die Witze das Guides waren auch immer noch die gleichen. Aber drei Kollegen waren zum allerersten Mal dort und fanden es so gut, dass sie demnächst mit ihren Familien wieder kommen wollen.

Als wir mit der Bimmelbahn wieder raus kamen, dämmerte es schon und es lagen ja noch drei Stunden Heimfahrt vor uns. Jedenfalls war der Tag ein voller Erfolg. Das machen wir bestimmt bald mal wieder.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Eine neue Katze - und weg

Manu hatte draussen einen neuen Freund gefunden.
Einen Kater, der aus diesem Fruehjahrswurf zu stammen schien.
Vielleicht war es sogar sein juengerer Bruder.
Jedenfalls waren die beiden draussen immer zusammen auf Tour und wenn Manu abends zum fressen heim kam gesellte sich auch Minu (so hatte ich den zweiten Kater getauft) schnell dazu.
Er konnte zwar nicht in die Wohnung, weil er nicht kastriert war, aber ich habe ihn immer draussen vor dem Fenster gefuettert.
Morgens wenn ich die Vorhaenge aufmachte sass er schon miauend davor und verlangte sein Futter. Danach machte er sich mit Manu auf zum taeglichen Streifzug durch die Gemeinde. Maennerfreundschaft halt.

Drei Tage bevor wir nach Deutschland geflogen sind war er nicht mehr da.
Naja dachte ich, ist halt ein Kater, vielleicht hat er eine Freundin gefunden und braucht jetzt ein bisschen Zeit mit ihr.

Ich gab Futter fuer Manu und ihn an unseren Elektriker, der immer aufpasst, wenn wir in Urlaub sind und bat ihn nach Minu Ausschau zu halten.

Er hat ihn gefunden. Leider tod.

Minu muss einer Ratte oder Maus in den Raum mit den elektrischen Anschluessen gefolgt sein. Dort hat er dann wohl ein stromfuehrendes Kabel beruehrt und einen toedlichen Schlag bekommen. Leider sind diese Raeume eben nicht auf dem Sicherheitstand, den wir aus Deutschland kennen.
Ich bin sehr traurig, dass mein kleiner Minu nicht mehr lebt…
Nun bete ich nur, dass Manu nicht auch mal eine solche bloede Idee hat.

Mal wieder daheim in Deutschland

Das Wetter war ja so halb und halb. Montag als wir ankamen war es sehr schoen. Zwar kalt, aber die Sonne strahlte am blauen Himmel. Die Oma in Pakistan ist uebrigens an diesem Tag auch wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Es geht ihr soweit wieder gut.

Dienstag dann super viel Regen. Ich wollte morgens mit Ebbi ausreiten, aber der stand schon seit 8 Uhr im Regen und war pitsch nass. Da konnte ich das auch vergessen.

Mittwoch war es dann wenigstens trocken und wir haben endlich unsere Papiere fuer die Hochzeit beim Standesamt eingereicht. Boar, heirate niemals einen Auslaender der aus einem „Schurkenland“ kommt. Das passt nicht mit deutscher Buerokratie ueberein.
Jedenfalls muessen jetzt nur noch drei englische Dokumente ins Deutsche uebersetzt werden und alles zum Oberlandesgericht geschickt werden. Die entscheiden dann, ob die gesamten Dokumente noch einmal vertrauensanwaltlich in Pakistan geprueft werden muessen oder wir direkt die Genehmigung zur Hochzeit erhalten. Bitte Daumen druecken, dass es ohne erneute Pruefung geht.

Donnerstag waren wir bei der Metro einkaufen. Mazhar hat Anzuege fuer 35 Euro gefunden. So billig gibt es die noch nicht einmal hier in Pakistan und er hat direkt 3 davon mitgenommen.

Freitag haben wir Mabel in Koeln besucht. Ihr erinnert Euch? Das ist die Schwester meines Urdu Lehrers hier in Pakistan. Wir hatten ihr wie immer Tee mitgebracht, da es diesen speziellen pakistanischen schwarzen in Deutschland nicht gibt. Ihr Sohn war dann auch so freundlich uns zu erklaeren, wie wir zur naechstgelegenen Moschee kommen, damit Mazhar sein Freitagsgebet nicht versaeumt. Hat auch ganz super geklappt und die Moschee in Pulheim ist wirklich sehr schoen.

Samstag hiess es dann schon wieder packen. 72 kg haben wir zusammen bekommen. Ich weiss nicht, was wir wieder alles gekauft haben. Anzuege, Hemden, Pullover (der Winter kommt ja jetzt auch nach Pakistan), Adventskalender, Uhrenradios, elektrische Zahnbuersten und natuerlich den obligatorischen Reinigunskram wie Glasrein, Fettweg und Spiegelblank.
Natuerlich hatte uns auch Mabel 10 kg fuer ihre Familie hier aufs Auge gedrueckt.

Meine Eltern hatten sich diesmal bereit erklaert uns mit all dem Gepaeck zum Flughafen zu fahren. Dort angekommen erhielten wir dann erst einmal die erfreuliche Nachricht, dass uns Emirates auf dem Flug von Duesseldorf nach Dubai in die Business Class umgebucht hatte. Wow, echt super, der 6 ½ Stunden Flug laesst sich dort natuerlich viel besser aushalten.

Sonntag morgen in Dubai angekommen ging es dann erst einmal ins Hotel, da wir ja erst am Abend nach 16 Stunden Aufenthalt weiter fliegen konnten.
Das Hotel sehr schoen, Gutscheine fuer Fruehstueck, Mittagessen, Erfrischungen und Abendessen inklusive.
Wir haben nach dem Fruehstueck erst einmal bis 12 Uhr mittags geschlafen.
Dann ging es mit dem Taxi in die Mall of Emirates, eine der neuesten und groessten Shoppingzentren in Dubai. Die Mall of Emirates beheimatet auch die beruehmte Skihalle in Dubai. Ist schon komisch wenn man draussen bei 30 Grad am Fenster steht und drinnen bibbern die Leute dick eingemummelt in ihren Skiklamotten.
Wenn wir im Januar aus Zuerich zurueck fliegen haben wir ja bestimmt dicke Winterklamotten dabei und werden wieder einen Tag in Dubai bleiben.
Vielleicht sollten wir dann einfach mal ein paar Stunden im Schnee verbringen anstatt immer nur shoppen zu gehen.

Abends ging es dann mit dem Flieger ab nach Lahore.

Montag, 18. Oktober 2010

Herzprobleme

Am Samstag morgen, alles war schon fertig gepackt für unsere Woche in Deutschland, hatte Mazhar`s Oma einen leichten Herzinfarkt. Das er leicht war wussten wir da natürlich noch nicht. Die Oma ist schon Mitte siebzig und nahm bisher noch keine Medikamente. Die Familie hat sie schnell in eine der besten Herzkliniken in Lahore gebracht und dort konnte man ihr Gott sei Dank schnell helfen.

Mit Herz kennt man sich hier eigentlich sehr gut aus, da sehr viele Menschen unter hohem Blutdruck und hohen Cholesterinwerten leiden und damit meist für Herzinfarkt oder Schlaganfall vorprogrammiert sind.


Aber mit fliegen war natürlich nichts, wir mussten ja erst einmal abwarten was weiter werden würde. Sie hat sich in nur zwei Tagen sehr gut erholt und kann wohl schon morgen das Krankenhaus wieder verlassen.


Einheitliche Familienmeinung war, dass wir nun ruhig fliegen könnten. Also umgebucht und dann ging es heute morgen los.


Ich persönlich mag ja den Samstag morgen Flug lieber. Er geht um 9.00 Uhr morgens von Lahore nach Dubai. Man hat fast eine normale Nacht und kommt nach drei Stunden Aufenthalt in Dubai abends halb acht in Düsseldorf an.

Heute morgen mussten wir schon um 1.30 Uhr zum Flughafen. Da ist nicht viel mit schlafen vorher. Und im Flieger? Na ja, auch nicht soooo dolle.

Und dann kommt man schon mittags in Düsseldorf an und versucht verzweifelt sich wach zu halten um nicht völlig aus dem Rhythmus zu geraten.

Aber was soll es, Hauptsache die Oma ist wieder okay.


Am Wochenende wollte ich eigentlich mal wieder für Klüh beim Eishockey arbeiten.

Daraus wurde jetzt natürlich nichts. Sehr schade, ich hätte die Leute gerne mal wieder gesehen. Hoffentlich klappt es beim nächsten Mal.


Ich freue mich auf eine verkürzte Woche zu Hause. Hoffentlich ist das Wetter einigermassen und wir müssen nicht immer nur drinnen hocken.