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Gestern abend waren wir bei einem Kollegen mit 14 anderen zum Essen eingeladen. Die ganze Meute hat sich direkt nach Bueroschluss aufgemacht und ist zu seinem Haus gefahren.Ein sehr schoenes Haus und noch viel besseres Essen warteten auf uns. Es gab ein spezielles Gericht mit Rindfleisch und es war so gut, dass ich sogar nach dem Rezept gefragt habe. Lecker...Gegen 22.00 Uhr wollten wir dann nach Hause fahren. Wow, was fuer ein Nebel. Wir konnten vielleicht gerade mal 3 - 5 Meter weit sehen. Mit 20 km/h sind wir durch Lahore gekrochen. Erst mussten wir naemlich noch drei Kollegen nach Hause fahren. Und die wohnen sehr schoen, sehr laendlich, sehr neblig... Ein Kollege hat hinten aus dem Fenster geschaut und Mazhar (der fuhr) immer gesagt wo die Strasse lang ging. Rechts, rechts, rechts... Jetzt gerade aus. Ja gut so. Mehr links. Okay. Hier nochmal links. He, links. Okay...
Nach ueber einer Stunde Kreuzfahrt im Nebel waren wir dann endlich auch zu Hause angekommen.
Nebel ist im Moment ein grosses Problem hier. Die Autobahn nach Islamabad wir nachts gesperrt um Unfaelle zu vermeiden, Flugzeuge fliegen auch nicht mehr. Viele Leute koennen nicht oder nicht rechtzeitig ankommen wie geplant. Heute hat dann auch das neue islamische Jahr angefangen. 1430 haben die jetzt. Und die ersten zehn Tage werden in Trauer verbracht, weil zu dieser Zeit der geliebte Neffe des Propheten umgebracht wurde. In dieser Zeit gibt es keine Feiern, keine oeffentlichen Feste oder aehnliches. Wie bei uns der Totensonntag, nur hier dauert es 10 Tage. Kein Wunder, alles dauert hier ja ein bisschen laenger, warum nicht auch die Trauer.Jedenfalls habe ich zu Silvester ein paar andere Auslaender eingeladen, die Pakistan nicht ueber Weihnachten und Neujahr verlassen haben. Wir werden so 5 - 8 Personen sein und den Abend gemuetlich mit ein wenig Essen und Trinken verbringen. Und es gibt Pizza. Meine Koechin hat ein super Rezept, sagt sie. Aber der Truthahn war ja auch sehr gut, also lass ich sie mal machen. Ich wuensche allen meinen Freunden in Deutschland und anderwo ein guten Rutsch ins neue Jahr 2009. Moegen alle Wuensche und guten Vorsaetze in Erfuellung gehen. Ich denke an Euch. Allerdings schon vier Stunden frueher.
Dieses Jahr bin ich ueber Weihnachten in Pakistan geblieben.
Um zu vermeiden am Ende voellig depressiv zu Hause zu sitzen, habe ich zwei meiner Kollegen (sie sind Christen) gefragt ob sie in der Weihnachtsnacht mit mir in die Kirche gehen. Es gibt hier ein paar sehr schoene Kathedralen. Wir wuerden sie nicht als Kathedralen bezeichnen, fuer uns waeren es normale Kirchen, aber fuer die Verhaeltnisse hier sind sie gross und schoen. Immerhin bilden Christen ja nur eine Minderheit in diesem Land.
Jedenfalls gab es eine Mitternachtsmesse, die um halb zwoelf beginnen sollte.
Doch erst einmal musste der Truthahn vorbereitet werden. Rita meine Koechin ist da sehr pfiffig vorgegangen. Sie hat sich den Koch der amerikanischen Familie, die auch hier im Haus wohnt zum Freund gemacht. Der ist dann vorbei gekommen und hat mit ihr alles vorbereitet und gekocht. Ich brauchte keinen Finger zu ruehren und hatte am Ende einen dreieinhalb Kilo Truthahn mit Fuellung, Kartoffelpueree, mit Kaese ueberbackenen Blumenkohl, Sosse und Salat auf dem Tisch. Gott sei Dank dass gerade noch zwei Kollegen von Mazhar vorbei kamen, die uns beim Essen helfen konnten.
Am Abend war ich bei Simone eingeladen. Ihr Mann Johan musste ueber Weihnachten nach Suedafrika und kommt erst Mitte Januar zurueck. Also musste sie auch ein wenig aufgemuntert werden. Ich war schon um acht mit meinem Lachs dort aufgeschlagen. Die zwei mitgebrachten Flaschen Sekt wurden sehr bejubelt und direkt eine geoeffnet. Die anderen Gaeste kamen dann so nach und nach, wie in Pakistan ueblich. Als ich mich um halb elf auf den Weg zur Kirche gemacht habe, waren die letzten Gaeste immer noch nicht eingetroffen und weder Bescherung noch Abendessen gestartet.
Der Gottesdienst in der Kirche wurde vom Bischof persoenlich halb in englisch und halb in Urdu gehalten. Lieder wurden zusammen gesungen, die einen in Urdu, die anderen in englisch. Jeder so, wie es ihm gefiel.
Beim Verlassen hat dann der Bischof noch mal jedem einzelnen die Hand gedrueckt und froehliche Weihnachten gewuenscht. Stelle sich das mal einer am Koelner Dom vor... Aber auch hier war die Kirche gut gefuellt und es hat einige Zeit gedauert bis alle verabschiedet waren. Mich hat er natuerlich gefragt, ob ich neu in der Stadt bin. Noe, schon fast zwei Jahre hier. Er haette mich aber noch nie gesehen. Ups, das koennte hinhauen.
Nach dem Gottesdienst sollte ich wieder auf die Party bei Simone kommen. Aber es war mittlerweile fast halb zwei und ich doch ein bisschen muede. Ausserdem hatte ich versprochen am naechsten Morgen um acht mein Pferd zu reiten. Also habe ich abgesagt und bin schnell nach Hause ins Bett.
Das fruehe reiten hat gut getan. Morgens ist es noch angenehm kuehl und dann 20 Minuten auf einem galoppierenden Pferd macht den Kopf frei.
Zu Mittag war ich dann bei dem einen Kollegen, der auch schon mit im Gottesdienst war, und seiner Familie eingeladen. Um eins sollte ich da sein.
Okay, ich bin ja mittlerweile ein wenig angepasst und bin um halb zwei dort eingetrudelt. Essen gab es dann um halb vier, nachdem auch der Rest der Familie eingetroffen war. Aber daran gewoehnt man sich.
Nach dem Tee habe ich mich dann verabschiedet (so gegen fuenf) und bin nur ein paar Haeuser weiter zu meinem Urdu Lehrer gegangen.
Er wollte auch einen Tee mit mir trinken. Und manchmal hat er einfach super Geschichten zu erzaehlen. Oft zweifle ich was er sich da mal wieder zusammen reimt, aber dann stelle ich fest, dass, so unglaublich seine Geschichte auch klingt, er keine Maerchen erzaehlt. Zum Beispiel hat er mir gestern erzaehlt, das Perser ihre Toten nicht verbrennen oder vergraben. Nein, sie haben spezielle Tuerme und dort werden die Toten in einer gewissen Hoehe aufgebahrt, nachdem man sie mit Joghurt eingerieben hat. Den Rest erledigen dann die Voegel. Die Knochen fallen im Turm nach unten, werden eingesammelt und dann verbrannt. Ihr koennt ja mal recherchieren ob es stimmt oder nicht. Ich habe auf jeden Fall noch nie davon gehoert.
Zum Abendessen wieder ein paar Haeuser weiter (alle Christen scheinen in ihren eigenen Gebieten zu leben) zum zweiten Kollegen. Und wieder essen, erzaehlen, essen, trinken. Nach dem Kaffee war es dann schon halb zwoelf und ich hundemuede. Aber das ist das Gute, nach dem Essen kann man direkt aufstehen und Tschuess sagen. Das ist normal und wird auch so erwartet.
Jedenfalls waren es dank meiner Freunde und Kollegen zwei sehr schoene Weihnachtstage. Und ich bin auch im naechsten Jahr wieder eingeladen.
... heissa dann ist Weihnachtstag.
Und wie in jedem Jahr fuehle ich mich mal wieder gar nicht weihnachtlich.Hier gibt es eben keinen Weihnachtskommerz. Nichts erinnert einen taeglich an das nahende Ereignis. Nur der Adventskalender von meiner Ma sagt mir taeglich, es ist bald soweit.Das Wetter ist im Moment nicht so toll, seid zwei Tagen regnet es. Koennen die Pflanzen aber gut gebrauchen. Vorher war alles sehr, sehr staubig.
Gestern hatte dann auch noch mein Pferd eine Kolik. Ich bin direkt in der Mittagspause in den Polo Club gefahren und habe nach ihm geschaut. Da wirkte er auch ganz okay, aber am Nachmittag sind dann wohl seine Schmerzen wieder gekommen. Also abends wiede zu ihm. Wir haben ihn auf dem Reitplatz laufen lassen. Er wollte immer nur zurueck in den Stall. Ging natuerlich nicht. Er musste sich ja bewegen. Gegen zehn war ich dann wieder zu Hause.
Morgens um 8 wieder zu ihm hin. Es ging ihm so lala. Er war ziemlich hungrig, hatte ja am Freitag nichts bekommen. Also haben wir ihn vorsichtig gefuettert. Leider wollte er nichts trinken und der Tierarzt hat ihm zwei Fusionen verabreicht. Er ist schliesslich ein Leistungssportler und soll seine Fitness nicht verlieren. Danach musste er sich wieder bewegen. Am Nachmittag bin ich nochmal hin und da ging es ihm ganz gut. Er schaute neugierig aus seiner Box und wieherte um Futter.
Abends hat Naveed (der kuemmert sich um die Pferde) noch angerufen und mir gesagt, dass alles in Ordnung ist. Glueck gehabt.
Ab Montag gibt es bei Metro Truthaehne zu kaufen. Ich habe meine Koechin schon vorbereitet. Sie hat letzte Woche schon extra ein Haehnchen gestopft um das Rezept fuer die Fuellung auszuprobieren. Hat sie von einen anderen Koch hier im Haus. Der kocht fuer eine amerikanische Familie und gibt ihr wohl oft gute Tips. Und wir profitieren davon. Das Haehnchen war naemlich echt lecker. Hoffenlich wir der Truthahn genau so.
Heiligabend gibt es eine Christmette um Mittagnacht in englischer Sprache. Ich habe zwei meiner Kollegen gefragt und die wollen mit mir dort hin. Ich freue mich schon darauf. Die gleichen Kollegen haben mich dann auch am 25. Dezember (da haben wir auch Feiertag) zum Essen eingeladen. Einer zum Mittag- und einer zum Abendessen. Ich sehe mich jetzt schon platzen. Essen ist ja so ziemlich das Wichtigste in einer pakistanischen Familie und erst recht, wenn Besuch kommt. Der Feiertag am 25. Dezember hat uebrigens nichts mit Weihnachten zu tun. Da hatte nur auch der Gruender von Pakistan Geburtstag und das wird nun jedes Jahr gefeiert. Trifft sich ja ganz gut.
Die meisten auslaendischen Kollegen haben Pakistan verlassen. Sind alle zum Weihnachtsurlaub nach Hause gefahren. Aber wir halten mit drei Leuten und natuerlich den pakistanischen Kollegen die Stellung.
So, das waren die neuesten Geschichten aus Pakistan.
Ich wuensche Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009.
Die ersten drei Tage der nächsten Woche sind hier Feiertage.
Es wird Eid-ul-Azhar gefeiert. Es gibt im islamischen Kalender zweimal Eid im Jahr. Einmal am Ende des Fastenmonats Ramadan und einmal 40 Tage später (diesmal Anfang Dezember).
Wir Ungläubigen nennen den Eid am Ende des Ramadan auch „Money-Eid“, weil jeder und alle um Geld bitten. Diesmal feiern wir nun den „Meat-Eid“, weil viele Familien Tiere zu Hause schlachten. Das Fleisch wird dann in drei gleiche Teile geteilt. Ein Teil ist für die Familie selbst, einer wird an die Nachbarn gegeben und ein Teil ist für die Armen.
Wir haben in unserem Markt zu diesem Anlass auch lebendige Tiere im Angebot. Direkt neben dem Parkplatz tummeln sich seit Tagen Ziegen, Schafe, Kühe und sogar Kamele. Mir tun die armen Dinger ja leid. Aber schließlich esse ich ja auch Fleisch. Allerdings könnte ich so ein armes Viech nicht töten. Da ist mir doch die gefrorene Gans oder der Truthahn aus der Tiefkühltruhe zu Weihnachten lieber. Die schauen mich wenigstens nicht mehr an.
Aber das ganze bedeutet auch drei Tage frei. Erst am Donnerstag müssen wir wieder ins Büro. Ein kleiner Kurzurlaub vor dem Marathon zum Jahresabschluß.
Ich habe mich schon mit den neuesten Kinohighlights auf DVD eingedeckt. Der neue James Bond ist genauso darunter wie Madagaskar 2 oder der neue Film mit Ben Stiller.
Morgen wird wieder im Polo Club gegrillt. Am Nachmittag geht es erst zum Polospiel, dann treffen wir uns zum Tee mit Gebäck im Clubhaus. Anschließend kristallisiert sich dann der harte Kern heraus und im Verlauf des Abends werden so 5 – 7 kg Fleisch gegrillt und gegessen. Miam, miam.
Morgen werden wir allerdings Pullover und Socken brauchen, da die Temperaturen Abends doch auf 10 – 15 Grad sinken können. Letztes Mal (vor drei Wochen) war ich nicht so gut vorbereitet und hab zum Schluß doch etwas gefroren. Und das ist, wie ja die meisten die mich kennen ja wissen, so gar nicht meins.
Meine Erkältung ist auch fast vorüber. Nur ein wenig Husten ist mir noch als Erinnerung geblieben.
Das Berliner Brot von Mama ist bereits aufgegessen, aber die restlichen Weihnachtsleckereien sind noch im Angebot. Kann sich aber nur noch um Tage handeln.
Von Prag aus bin ich mit einer dicken Erkältung nach Düsseldorf geflogen. Der Flug hatte eine Stunde Verspätung, weil sich das Wetter überlegt hatte just an diesem Tag von sonnig herbstlich auf stürmisch winterlich umzuschlagen.
Wir hatten sogar befürchtet, dass eventuell Flüge ausfallen und wir gar nicht nach Hause kommen. Da war dann am Ende eine Stunde Verspätung eher harmlos.
Mazhar kam dann am Samstag abend aus Lahore. Als wir vom Flughafen nach Solingen kamen warteten schon Anke und Gregor auf uns. Zum ersten Mal habe ich an der Wii von Nintendo gespielt. Sehr beeindruckend muss ich sagen. Das ist mal eine Spielkonsole die mir auch gefällt. Vielleicht müssen wir uns jetzt bald eine in Lahore zulegen.
Sonntag waren dann meine Haare dran mal wieder gesträhnt zu werden. Und ein ganzes Stück haben wir auch abgeschnitten. Jetzt habe ich wieder eine Frisur und nicht nur Stroh auf dem Kopf. Im Kopf bin ich mir da allerdings nicht so sicher.
Sonntagabend hat es dann angefangen zu schneien. So richtig dick. Und es ist auch erst einmal liegen geblieben. Zuerst war nur Mazhar alleine raus, aber dann sah alles so schön und friedlich aus, dass ich mich auch noch einmal in die Klamotten geworfen habe und wir über eine Stunde durch den Schnee gestapft sind. Leider war Montagmorgen schon alles wieder weg und es hat geregnet.
Montagabend waren wir auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt. Schließlich mußte ja noch ein gepflegter Glühwein in der Vorweihnachtszeit getrunken werden.
Die restliche Woche war dann gefüllt mit arbeiten, Pferd, Eltern usw.
Aus Mumbai kommen nicht so gute Nachrichten. Ich werde wohl nie begreifen warum Menschen anderen Menschen so etwas antun.
Auch in Bangkok scheint es zu krachen und wir wissen gar nicht ob Leo wie geplant am Sonntag nach Pakistan kommen kann. Drücken wir die Daumen, dass sich die Lage bis dahin wieder beruhigt hat.
Jetzt sitzen wir im Flieger nach Dubai. Neben uns der alte Klüh mit seiner Frau.
Hat mich nicht erkannt, aber ich ihn natürlich. Immerhin ist er ja sozusagen mein zweiter Chef.
Im Gepäck habe ich Spekulatius, Dominosteine, Mama’s selbstgebackenes Berliner Brot, Schokonikoläuse, Adventskalender, Lebkuchen und Weihnachststicker fürs Fenster. Wäre doch gelacht, wenn wir keine weihnachtliche Stimmung in meine Wohnung bringen können. Und vielleicht gibt es ja bei der Metro zum Fest einen Truthahn zu kaufen. Den könnte ich dann schön für uns braten. Aber erstmal müssen wir ja wieder in Pakistan ankommen.
Seit Mittwochabend bin ich in Prag. Ich bin zusammen mit einem Kollegen (Siggi) geflogen. Die Flugroute führte von Islamabad über Dubai und Paris direkt nach Prag. Soweit so gut.
Also erst einmal mit dem Auto nach Islamabad (ca. 4 ½ Stunden Fahrtzeit). Der Flug ging um 3.20 Uhr morgens. Also Dienstagabend gegen halb zehn los.
Die Fahrt verlief ganz gut, allerdings musste ich mir die Rückbank mit zwei Koffern teilen, da bei einem Auto mit Gasantrieb ja der Kofferraum schon ziemlich vom Tank eingenommen wird.
In Islamabad hat dann unser Fahrer eine Strafe von 2 EUR wegen Fahrens mit Fernlicht bekommen. Und da der Polizist kein Geld annehmen darf, war erst einmal der Führerschein weg. Konnte er abend am Morgen ab 10.00 Uhr nach Bezahlung der Strafe wieder bekommen. Hieß für ihn aber schlappe neun Stunden warten, da es nicht wirklich sinnvoll war nach Lahore zurück zu fahren und dann die 800 km Hin- und Rückfahrt noch einmal auf sich zu nehmen.
Ich war mit 35 kg Gepäck gut ausgestattet, hatte ich doch einem Kollegen versprochen seinen Koffer mit nach Deutschland zu nehmen. Er hat zuviel in Pakistan eingekauft und nicht genug Freigepäck um die Sachen selbst zu transportieren.
Am Flughafen holte dann das Sicherheitspersonal bei meinem Anblick erst einmal den Drogenhund aus seiner Kiste. Der hatte aber nix zu meckern. Ich konnte passieren. Dann die obligatorische Durchleuchtung der Koffer.
Ob ich wohl mal den einen Koffer (natürlich den vom Kollegen) aufmachen könnte. Aber klar, gerne. Was denn da so drin sei. Tja, schauen wir mal, wußte ich ja auch nicht so genau. Aber es war dann alles in Ordnung und mir viel ein riesiger Stein vom Herzen.
Mit 1 ½ Stunden Verspätung ging es dann los, was unsere Umsteigezeit in Dubai drastisch verkürzte. Siggi hatte noch nicht einmal Zeit eine Zigarette zu rauchen. Egal, ist ja eh ungesund.
Der Flug nach Paris war ruhig und bot mit 7 ½ Stunden Flugzeit auch genug Raum zum Schlafen. Warum wir in Paris den Transitbereich verlassen mußten um unseren Anschlussflug nach Prag zu bekommen entzieht sich meiner Kenntnis. Uns blieb aber keine Wahl, was dann die Mitarbeiter beim erneuten Check-in doch etwas beschaftigte. Wo kommen Sie denn her?
Ich war wirklich erstaunt nach 26 Stunden Reisedauer alle meine Koffer auf dem Gepäckband in Prag zu finden. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Aber es geschehen halt immer noch Zeichen und Wunder. Und diesmal blieb ich verschont. Nur Siggi’s Rollkoffer hatte die Füße verloren und wurde mit 40 EUR pauschal vergütet.
Danach wollte ich nur noch ins Hotel und schlafen.
Das Hotel ist sehr fein, freier, wirklich extrem schneller Internetzugang und gutes Essen. Das heutige Meeting verging wie im Flug.
Am Abend war dann ein Stadtrundgang mit anschliessendem Abendessen geplant. Nur schade, dass es geregnet hat. Nach 1 ½ Stunden war ich trotz Schirm total nass und wollte nur noch ins Restaurant.
Morgen Abend geht es dann nach Düsseldorf. Dort hat ja heute schon der Weihnachtsmarkt angefangen. Da muß ich doch mal vorbei schauen. Die ersten Glühweinbuden haben wir haben schon heute hier in Prag gesehen.
Samstag kommt auch Mazhar an. Er hatte diese Woche noch zu viel mit den neuen Märkten zu tun und konnte deshalb nicht mit nach Prag.
Wieder zurück in Pakistan hat endlich die schönste Jahreszeit angefangen. Bei Temperaturen um die 25 Grad und Sonnenschein geht es einem doch direkt viel besser. Die Klimaanlage habe ich heute erst gar nicht angeschaltet.
Und auch die Polo Saison hat wieder begonnen.
Fast jede Woche gibt es irgendeinen Cup auszuspielen. Die Spiele dauern von Montag bis Freitag. Samstag ist dann meist spielfrei und Sonntags gibt es das Finale.
Letzte Woche war auch mein Pferd im Finale. Natürlich nicht mit mir. Der Ex-Besiter Agha hat es geritten und war hoch zufrieden mit seiner (Pferd) Fitness.
Gewonnen hat das Team dann auch noch. Da gab es was zu feiern.
Die Pferde genießen die „kühleren“ Temperaturen genau wie die Menschen.
Leider ist auch die Sommerzeit vorbei und es wird abends früh dunkel (so gegen sechs).
Heute war ich reiten und bin mindestens 20 Minuten nur galoppiert. Mein Pferd soll ja seine Fitness behalten.
Morgen früh soll ich sogar zwei Pferde reiten. Damit ich mich nicht nur an mein Pferd gewöhne.
Morgen abend ist ein Grillabend im Polo Club geplant. Ich hoffe Mazhar hat auch Zeit mit zukommen. Er ist im Moment sehr beschäftig, wollen wir doch im Dezember noch zwei neue Märkte eröffnen.
Am 19. November fliege ich zu einem Meeting nach Prag und komme dann anschließend am 21. nach Düsseldorf.
Dabei mußte ich feststellen, dass ich gar keine warmen Klamotten hier habe.
Normalerweise komme ich ja immer direkt nach Deutschland und kann dort auf meinen Kleiderschrank zurück greifen. Aber jetzt geht es zuerst nach Prag. Und da wird es sicherlich nicht so besonders warm sein. Hoffentlich muss ich nicht viel Zeit draußen verbringen. Mantel oder warme Jacke habe ich nämlich nicht hier. Naja, wird schon gut gehen.
Heute habe ich mal wieder einen interessanten Transport gesehen. Hier wird ja so ziemlich alles auf dem Motorrad transportiert. Heute waren es zwei Männer die auch noch eine Toilette nebst Wasserspülkasten dabei hatten. Das sah zum schießen aus. Könnt ihr euch das vorstellen? Einer fährt das Motorrad und der andere sitzt dahinter und hält noch dieses riesen Klo fest. Saß aber kein Dritter drauf (auf dem Klo meine ich). Ich bin fast gestorben vor Lachen. Leider hatte ich keine Kamera dabei um das ganze bildlich fest zu halten.
Das Erdbeben, dass letzte Woche Pakistan erschüttert hat war Gott sei Dank ganz im Westen (und ich bin im Osten). Wir haben also nichts davon mitbekommen. Als direkte Hilfe haben wir zwei LKW mit Lebensmitteln in die Region geschickt und an die Bedürftigen verteilen lassen. Eigentlich dachte ich das würde auch in den Zeitungen erwähnt, aber Pustekuchen, ich habe zumindest in den englisch sprachigen nicht gefunden. Allerdings fiel die Übergabe genau mit der Wahl zum amerikanischen Präsidenten zusammen. Da waren die Zeitungen nätürlich mit diesen Nachrichten schon voll.
Barack Obama hat mir dann auch 50 EUR eingebracht. Ich hatte nämlich schon vor Monaten auf ihn gewettet. Unser Einkaufsdirektor Atila hat zuerst mit mir gewettet wer die Vorwahlen gewinnt. Er meinte Hillary Clinton und schon waren 20 EUR weg. Dann kam auch noch das Fussballspiel Deutschland – Türkei dazwischen und er als Türke hatte schon wieder 50 EUR an mich verloren. Und dann hat er noch auf McCain gesetzt. Jetzt will er nie mehr mit mir wetten. Versteht ihr warum?