Samstag, 20. Juni 2009

Skardu - 1. Tag

Heute morgen sind wir schon ganz frueh um 3.00 Uhr nach Islamabad gefahren um unseren Flieger nach Skardu zu bekommen.
Am Flughafen angekommen erfuhren wir dann erst einmal, dass die Maschine eine Stunde Verspaetung hat. Okay, also erst einmal warten.

Dann ging es los in einer Boing 737-300. Reisehoehe war wie ueblich um die 8.000 Meter. Fliegt man aber in einer solchen Hoehe ueber den Himalaya, kommen die Berge doch ganz schoen nah.
Die Aussicht war einfach berauschend. Wenn ich auch die Alpen kenne, das hier hat eine ganze andere Dimension.

Gegen halb zwoelf sind wir dann nach nur einer Stunde Flug in Skardu gelandet. Erfreulicher Weise war es gar nicht so kalt wie befuerchtet. Die Sonne schien und die Temperatur lag so um die 24 Grad. Das Klima in Skardu ganz aehnlich dem in Deutschland und so gibt es hier auch ganz aehnliche Vegetation. Am Flughafen wurden wir direkt von wunderschoen bluehenden Rosenstoecken empfangen und auf der 45 minutigen Fahrt zum Hotel gab es jede Menge Obstbaeume rechts und links der Strasse. Der Fluss Indus schlummerte noch so vor sich hin, er wird seine grandiosen Ausmasse erst im Juli erreichen, wenn zur Schneeschmelze auch noch der Regen kommt.

Das Hotel liegt an einem kleinen See. Dort wurde sogar gebadet obwohl das Wasser natuerlich sehr kalt ist. Naja, wir haben sowieso keine Badesachen mitgebracht. Wir waren ja mehr auf Winter eingestellt.

Maria’s Gepaeck war leider nicht mit ihr zusammen aus der Slovakei nach Islamabad gekommen und sie musste ohne weiter reisen.
Leider entpuppte sich das dann als Problem, da Etihad sich nicht in der Lage sah das Gepaeck nach Skardu weiter zu leiten. Aber man hat ja Freunde in Pakistan. Ein Kollege aus dem Markt in Islamabad hat sich bereit erklaert zum Flughafen zu fahren, die Sachen abzuholen und dann per Cargo mit dem naechsten Flieger (also morgen) nachzuschicken. Dazu brauchten wir nur ein paar Dokumente zu faxen. Ups, das Hotel hat aber leider kein Fax.
Dazu mussten wir nach Skardu fahren. Also erst einmal himmlisch zu Mittag gegessen und dann ein Taxi bestellt. Es kommt. Dann doch nicht, da es einen Platten hat und erst repariert werden muss. Aber es gibt noch ein anderes. Das Glueck ist mit den Dummen.

Um 15.00 Uhr dann nach Skardu gefahren, ein Fax gesucht und alles gefaxt.
Als wir so auf der Strasse warteten kamen einige Reiter mit Pferden vorbei.
Wo die wohl hin wollen? Aha, es gibt ein Polospiel ganz in der Naehe. Das sehen wir uns an.

Jede Menge ander Leute auch. Hier geht man am Wochenende nicht zum Fussball sondern zum Polo. Und ein paar Huehner haben sich auch auf das Spielfeld verlaufen. Die flogen dann gackernd umeinander als die Pferde angaloppiert kamen.
Das Spielfeld sehr schmal, sehr lang und hundertprozent nicht poloregelkonform. Aber wen interessiert es? Hier will man nicht in die naechste Liga aufsteigen, sondern einfach nur ein wenig Spass haben.

Das dachten sich wohl auch die drei jungen Bullen, die irgendwann ebenfalls auf dem Spielfeld auftauchten und sich von den Spielern gejagt fuehlten. Das war ein Bild fuer die Goetter. Die Huehner waren zu diesem Zeitpunkt schon wieder verschwunden.

Danach noch ein wenig einkaufen und wieder zurueck zum Hotel.
Es war mittlerweile schon 20.00 Uhr und die Sonne ging unter.

Wir haben dann noch schoen auf der Terasse vor unserem Hotelzimmer (immer zwei Zimmer bilden einen Bungelow mit Terasse und Blick auf den See) zu Abend gegessen und jetzt sind alle hundemuede im Bett verschwunden.

Morgen wollen wir Richtung Narga Parbat aufbrechen. Das ist der Berg, auf dem Reinhold Messner vor 39 Jahren seinen Bruder Guenther verloren hat.
Wir werden den 8.000er aber nicht besteigen, sondern nur mit dem Auto in seine Naehe fahren. Falls es die Strassen zulassen. Das klaeren wir morgen.

Und wir hoffen dann auch Maria’s Gepaeck zu bekommen. Die Arme kann ja nicht tagelang in den gleichen Klamotten rumlaufen.

Morgen dann mehr. Gute Nacht.