Samstag, 20. Juni 2009

Skardu - 2. Tag

Ich hatte allen gestern versprochen, dass sie puenktlich um kurz nach 5 von der Moschee geweckt warden. Warum die dann keiner von uns gehoert hat, bleibt ein Geheimnis. Irfan und wir hatten schlauerweise den Wecker gestellt, aber Jozef und Maria nicht. Als wir dann wie verabredet um 8.30 Uhr zum Fruehstueck wollten, war von den beiden nichts zu sehen.
Klopfen an die Zimmertuer brachte es an den Tag, beide schlummerten noch tief und fest und warteten auf den Weckruf der Moschee.

Als wir endlich abfahrbereit waren war es bereits 11.00 Uhr. Zu spaet fuer den Nanga Parbat. Und auch dauert die Fahrt dorthin mehr als sechs Stunden. Das schaffen wir ja in einem Tag nie. Schnell musste eine Alternative her.
Mit dem Satpara See, nur 8 km noerdlich von Skardu, war schnell ein anderes Ziel gefunden. Der See hat in der Mitte eine kleine unbewohnte Insel, die aber per Boot besucht werden kann. Leider wird sie in naher Zukunft verschwinden, da ein neuer Staudamm gebaut wird, der den Wasserspiegel des Sees um ca. 10 Meter erhoehen wird. Dann ist die Insel nicht mehr zu sehen. Zurzeit ist der See etwa 200 m tief. Wir haben die Insel natuerlich mit dem Motorboot besucht. Zurueck an Land gab es ausgezeichnete Forellen zu Mittag.

Dann haben wir einen in Stein gehauenen Buddha besucht. Die Fahrt zu ihm war recht abenteuerlich, da es sich weniger um eine Strasse als mehr um einen Jeeptrack handelte. Aber unser Fahrer mit seinem Toyota Prado hat alles ausgezeichnet gemeistert.

Vom Buddha ging es wieder ueber Skardu und vorbei an unserem Hotel zum Soak Valley. Dort gibt es eiskaltes und voellig klares Wasser dass in breiter Bahn durch das Tal fliesst. Die Jungs mussten natuerlich die Schuhe ausziehen und hinein wandern. Wurde mit krebsroten und total kalten Fuessen belohnt. Da half auch der heisse Tee nicht, den wir zum Abschluss dort noch getrunken haben.

Weiter ging die Fahrt zum Upper Kachura Lake. Das Shangri-La (unser Hotel) liegt am Kachura Lake. Aber einige hundert Hoehenmeter weiter oben liegt eben besagter Upper Kachura Lake. Der ist auch weitaus groesser und herrlich zu bewandern. Die Anfahrt wie zu erwarten wieder sehr abenteuerlich. Vor allem wenn dann auch noch Gegenverkehr auf der recht engen Strasse ohne Wendemoeglichkeit auftaucht. Das Auto mussten wir auf einem Parkplatz abstellen und dann zu Fuss den Weg durch Obstbaeume, Weizenfelder und aehnliches suchen. Dann noch ein heftiger Abstieg und da war er. Die Sonne verschwand gerade hinter den umliegenden Bergen, so romantisch.

Gegen 20.00 Uhr waren wir dann wieder zurueck im Hotel.

Leider immer noch kein Gepaeck fuer Maria. Der Flieger war heute am Sonntag so voll, dass kein zusaetzliches Gepaeck (Cargo) mitgenommen werden konnte. Die Arme tut mir richtig leid. Aber tapfer stellt sie sich jeden Tag aufs Neue mit ihren Ballarina Schuhen der Herausforderung der Berge.Hoffentlich haben wir morgen mehr Glueck und sie bekommt endlich ihre Klamotten.