Heute Nachmittag nach dem Büro war ich im Polo Club. Hasnain hat einen Cousin (welche Überraschung, denn es ist immer ein Cousin oder Bruder) der Polo spielt und Pferde besitzt. Wir haben ihn gefragt, ob ich nicht vielleicht seine Pferde reiten kann. Und siehe da, ich durfte mir heute zwei Pferde ansehen, die ich dann am Samstag früh Probe reiten werde. Die Namen der beiden habe ich leider schon wieder vergessen, aber der Gehilfe, den der Cousin (=Aga) hat, heißt Summer.
Ich treffe mich also Samstagmorgen mit Summer. Eigentlich sollte ich die Ställe gar nicht sehen, sondern Summer wollte mit den gesattelten Pferden auf mich warten. Ich habe aber klar gestellt, dass ich selber das Pferd putzen, satteln und zäumen will. Auch wenn die Trense etwas gewöhnungsbedürftig aussieht. Ich werde es versuchen. Wenn es klappt kann ich Mitglied im Polo Club werden und dort dreimal die Woche reiten. Ist zwar nicht raus in den Wald, sondern nur auf dem Reitplatz oder rund um das Polofeld, aber immer noch besser als gar nichts. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Samstag.
Morgen Abend gehe ich mit Trang zum Bowling, Freitagabend ist Country- und Westernabend im Internationalen Club und Sonntag wollen wir mit dem Internationalen Club einen Ausflug nach Thatta Kedona machen. Dort werden noch Puppen in Handarbeit hergestellt. Das ganze soll sehr sehenswert sein. Und wir haben ja doch nichts anderes zu tun.
Ihr seht schon wieder ist mein Wochenende voll ausgebucht. Hier hätte ich gar nicht die Zeit noch nebenher arbeiten zu gehen. Aber ihr alle fehlt mir doch ein bisschen und ich freue mich schon auf meine freie Woche im Mai.
Mittwoch, 11. April 2007
Dienstag, 10. April 2007
Die Hochzeit
Den ganzen Sonntag habe ich zu Hause verbracht. Ein bisschen in der Sonne gelegen, Musik und Fotos auf dem Computer sortiert und auf mein neues Handy geladen. Dann habe ich mir noch ein paar Folgen von Desperate Housewives (3. Staffel) angesehen und so richtig relaxt. Leider gab es kein Internet, da mal wieder irgendwelche Kabel nicht funktionierten.
Zum Abend hin hieß es dann sich heraus putzen. Meine neue Shalwar Kameez Kombination in weiß mit silberner und goldener Stickerei war pünktlich beim Schneider fertig geworden. Hasnain hatte uns eingeschärft heute bitte pünktlich zu erscheinen, da die gesamte Veranstaltung in einem der besten Hotels der Stadt statt fand und der gesamte Ablauf planmäßig ablaufen sollte.
Okay, das muss man uns Europäern ja nicht zweimal sagen. Die Einladung sagte 20.00 Uhr, wir waren 19.50 Uhr dort. Im Saal nur zwei einsame Menschen (der Onkel der Braut mit seiner englischen Frau) und Personal, das noch staubsaugte, die Blumendekorationen arrangierte und so weiter. Mit anderen Worten, es war noch gar nichts fertig. Aber Hotels haben ja Gott sei Dank Hotelbars. Der Onkel meinte nur wenn wir Wein zu trinken fänden sollten wir ihm eine kurze Nachricht geben, dann käme er auch. Aber wie zu erwarten: Kein Wein. Allerdings ein äußerst leckerer frischer Erdbeersaft, der mir die Wartezeit verkürzte.
So gegen 21.00 Uhr sind wir dann in den Saal zurückgekehrt. Hasnain traf auch gerade ein. Der Saal war riesig und bot Platz für mindestens 700 Leute. Trotzdem wurden unaufhörlich weitere Stühle heran geschafft um allen Gästen Platz zu bieten. Es war sehr schön, dass wir schon so einige Abende mit der Familie der Braut verbracht hatten, so kannten wir doch schon einige Familienmitglieder und wir konnten uns an den Gesprächen beteiligen.
Abendessen gab es dann bereits um 23.00 Uhr (!). Wir mussten uns schon beeilen, schließlich hatten wir noch eine zweite Einladung zu einer Hochzeit. Und dort ging es um einen Mitarbeiter aus dem Controlling (ja Annette, ich war bei Khawar’s Hochzeit), es war also auch ein bisschen verpflichtend für uns dort zu erscheinen. Wir haben es noch gerade so zum Ende des Essens geschafft dort zu sein. Denn ihr wisst ja schon, nach dem Essen löst sich die Gesellschaft immer ziemlich schnell auf.
Die Hochzeit der Tochter von Hasnain’s Cousin war eine Liebesheirat. Die Brautleute haben sich in London kennen gelernt und werden nach der Hochzeit auch wieder nach dort zurückkehren. Entsprechend gelöst und glücklich wirkten die beiden.
Khawar’s Hochzeit dagegen war arrangiert. Die Brautleute haben sich nur einmal vor der Hochzeit bei ihrer Verlobung gesehen. Die Braut wirkte sehr angespannt, muss sie doch nun ihr Elternhaus verlassen um bei ihrem Ehemann und dessen Familie zu leben. Allerdings muss man dazu sagen, dass hier niemand zur Hochzeit gezwungen wird. Beiden Seiten steht frei die Kandidaten, die die Familie ausgesucht hat auch abzulehnen. Trotzdem tat mir die Braut irgendwie leid.
Um 2.30 Uhr sank ich dann müde in mein Bett.
Zum Abend hin hieß es dann sich heraus putzen. Meine neue Shalwar Kameez Kombination in weiß mit silberner und goldener Stickerei war pünktlich beim Schneider fertig geworden. Hasnain hatte uns eingeschärft heute bitte pünktlich zu erscheinen, da die gesamte Veranstaltung in einem der besten Hotels der Stadt statt fand und der gesamte Ablauf planmäßig ablaufen sollte.
Okay, das muss man uns Europäern ja nicht zweimal sagen. Die Einladung sagte 20.00 Uhr, wir waren 19.50 Uhr dort. Im Saal nur zwei einsame Menschen (der Onkel der Braut mit seiner englischen Frau) und Personal, das noch staubsaugte, die Blumendekorationen arrangierte und so weiter. Mit anderen Worten, es war noch gar nichts fertig. Aber Hotels haben ja Gott sei Dank Hotelbars. Der Onkel meinte nur wenn wir Wein zu trinken fänden sollten wir ihm eine kurze Nachricht geben, dann käme er auch. Aber wie zu erwarten: Kein Wein. Allerdings ein äußerst leckerer frischer Erdbeersaft, der mir die Wartezeit verkürzte.
So gegen 21.00 Uhr sind wir dann in den Saal zurückgekehrt. Hasnain traf auch gerade ein. Der Saal war riesig und bot Platz für mindestens 700 Leute. Trotzdem wurden unaufhörlich weitere Stühle heran geschafft um allen Gästen Platz zu bieten. Es war sehr schön, dass wir schon so einige Abende mit der Familie der Braut verbracht hatten, so kannten wir doch schon einige Familienmitglieder und wir konnten uns an den Gesprächen beteiligen.
Abendessen gab es dann bereits um 23.00 Uhr (!). Wir mussten uns schon beeilen, schließlich hatten wir noch eine zweite Einladung zu einer Hochzeit. Und dort ging es um einen Mitarbeiter aus dem Controlling (ja Annette, ich war bei Khawar’s Hochzeit), es war also auch ein bisschen verpflichtend für uns dort zu erscheinen. Wir haben es noch gerade so zum Ende des Essens geschafft dort zu sein. Denn ihr wisst ja schon, nach dem Essen löst sich die Gesellschaft immer ziemlich schnell auf.
Die Hochzeit der Tochter von Hasnain’s Cousin war eine Liebesheirat. Die Brautleute haben sich in London kennen gelernt und werden nach der Hochzeit auch wieder nach dort zurückkehren. Entsprechend gelöst und glücklich wirkten die beiden.
Khawar’s Hochzeit dagegen war arrangiert. Die Brautleute haben sich nur einmal vor der Hochzeit bei ihrer Verlobung gesehen. Die Braut wirkte sehr angespannt, muss sie doch nun ihr Elternhaus verlassen um bei ihrem Ehemann und dessen Familie zu leben. Allerdings muss man dazu sagen, dass hier niemand zur Hochzeit gezwungen wird. Beiden Seiten steht frei die Kandidaten, die die Familie ausgesucht hat auch abzulehnen. Trotzdem tat mir die Braut irgendwie leid.
Um 2.30 Uhr sank ich dann müde in mein Bett.
Sonntag, 8. April 2007
Vorabend der Hochzeit (Rasm-e-Hina)
Gestern Abend waren wir zu den Vorabend Feierlichkeiten der heutigen Hochzeit eingeladen. Wir sind schon extra nicht um 20.00 Uhr dort erschienen, weil wir ja die pakistanischen Gepflogenheiten mittlerweile kennen. Aber um 21.00 Uhr waren wir immer noch so ziemlich die ersten. Es füllte sich nur langsam.
Das alte Haus der Familie steht leer, ist aber größer als das zurzeit bewohnte. Der gesamte Vorgarten wurde in ein Zelt (natürlich wieder klimatisiert) verwandelt und mit hunderten Lämpchen, Laternen und Blumen geschmückt. Im hinteren Garten war das Büfett aufgebaut. Man war im Freien, aber doch auch wieder nicht. Alle Bäume und Sträucher im Garten waren in die Dekoration mit einbezogen, der gesamte Boden mit pakistanischen Teppichen ausgelegt. Und die Gäste so bunt!!
Im vorderen Teil war Platz für mindestens 400 Leute und am Ende war nicht ein Sitzplatz mehr frei. Dann kam, mit einer eigenen Musikband, der Bräutigam mit seiner Familie und seinen Freunden. Im Zelt vorne war ein Podest mit einem Sofa aufgebaut und dort nahm der Bräutigam mit seinen Eltern Platz. Nach einer Weile wurde dann eine Sänfte herein getragen die über und über mit Blumen geschmückt war und in der die Braut saß. Sie durfte dann neben ihrem Zukünftigen auf dem Sofa Platz nehmen. Dann kamen alle Gäste und haben gratuliert. Den beiden wird dabei etwas Henna auf ein Blatt gestrichen, das sie in der Hand halten. Dann wird jeder mit einer Nuss gefüttert und zum Schluss gibt der Gratulierende etwas Geld für die beiden. Die Zeremonie war sehr schön, nur ein bisschen langatmig bei den vielen Gästen.
Das alte Haus der Familie steht leer, ist aber größer als das zurzeit bewohnte. Der gesamte Vorgarten wurde in ein Zelt (natürlich wieder klimatisiert) verwandelt und mit hunderten Lämpchen, Laternen und Blumen geschmückt. Im hinteren Garten war das Büfett aufgebaut. Man war im Freien, aber doch auch wieder nicht. Alle Bäume und Sträucher im Garten waren in die Dekoration mit einbezogen, der gesamte Boden mit pakistanischen Teppichen ausgelegt. Und die Gäste so bunt!!
Im vorderen Teil war Platz für mindestens 400 Leute und am Ende war nicht ein Sitzplatz mehr frei. Dann kam, mit einer eigenen Musikband, der Bräutigam mit seiner Familie und seinen Freunden. Im Zelt vorne war ein Podest mit einem Sofa aufgebaut und dort nahm der Bräutigam mit seinen Eltern Platz. Nach einer Weile wurde dann eine Sänfte herein getragen die über und über mit Blumen geschmückt war und in der die Braut saß. Sie durfte dann neben ihrem Zukünftigen auf dem Sofa Platz nehmen. Dann kamen alle Gäste und haben gratuliert. Den beiden wird dabei etwas Henna auf ein Blatt gestrichen, das sie in der Hand halten. Dann wird jeder mit einer Nuss gefüttert und zum Schluss gibt der Gratulierende etwas Geld für die beiden. Die Zeremonie war sehr schön, nur ein bisschen langatmig bei den vielen Gästen.
Hier ein paar Fotos. Ich hoffe sie können ein bischen die Stimmung und die bunten Farben zeigen.
In der Zwischenzeit hat die Familie der Braut ihre einstudierten Tänze vorgeführt. Die kannten wir schon, denn die wurden wären der Tage die wir im Haus der Familie verbracht haben immer wieder ausführlich trainiert. Auch die Musik hatte Wiedererkennungswert.
Dann war es endlich soweit. Der letzte Tanz war getanzt, die letzte Gratulation ausgesprochen und das Büfett im hinteren Garten wurde eröffnet. Es war zu diesem Zeitpunkt bereits 1.30 Uhr morgens. Aber okay, so ist das halt hier. Und wie immer verlassen die Gäste die Party ziemlich schnell nach dem Essen. Vielleicht wird deshalb erst so spät gegessen, ein Zusammensein danach scheint nicht üblich.
Ach ja, und Hasnain hat mich auch seinem Cousin (alle männlichen Verwandten sind Bruder oder Cousin) vorgestellt. Der hat nämlich Pferde, spielt Polo und ich könnte dort vielleicht am Wochenende reiten!!! Wir werden ihn Montag einmal anrufen. Vielleicht können wir ja etwas vereinbaren.
Heute Abend geht es wieder zur Hochzeit. Und da wir eine zweite Einladung haben, der wir Folge leisten müssen, wir es auch noch ein bisschen stressig. Ich berichte dann morgen davon.
Samstag, 7. April 2007
Handbemalung mit Henna
TGIF - Thanks God it's Friday. Die Woche war wirklich stressig. Aber der Quartalsabschluss ist im Kasten und wir können Stolz auf uns sein. Es waren eine Menge Altlasten zu klären und auch das System ist eben noch ganz neu für uns. Über manche Dinge sind wir noch nicht so informiert, wie wir es eigentlich sein sollten. Aber das Ergebnis lässt für die Zukunft hoffen.
Da die Arbeit wie gesagt sehr gut gelaufen ist habe ich mir mit Trang in der Mittagspause eine Auszeit genommen. Wir waren wiederum im Haus der Brauteltern eingeladen an der traditionellen Handbemalung mit Henna teilzunehmen. Es waren extra mehrere (3) Frauen bestellt, die dieses Handwerk beruflich ausüben. Da wollten wir nicht fehlen. Ich hatte die Prozedur ja schon einmal in Dubai erlebt, aber hier war es viel schöner. Es gab für alle Anwesenden einen Grund (die morgen und übermorgen stand findende Hochzeit) sich zu treffen und ein wenig zu plaudern. Wir waren wie immer die Exoten und mussten einige Fragen beantworten. Die normalen kennt man ja schon: Wo kommst ihr her? Wie lange seid ihr schon in Pakistan usw.? Aber diesmal kamen auch solche wie: Hast du schon während des 2. Weltkriegs gelebt? (Wie alt sehe ich eigentlich aus?) Bist du oder ist deine Familie jüdisch? (Nö, nicht das ich wüsste). Auf jeden Fall war es eine sehr amüsante Mittagspause und das Ergebnis seht ihr hier:
Da die Arbeit wie gesagt sehr gut gelaufen ist habe ich mir mit Trang in der Mittagspause eine Auszeit genommen. Wir waren wiederum im Haus der Brauteltern eingeladen an der traditionellen Handbemalung mit Henna teilzunehmen. Es waren extra mehrere (3) Frauen bestellt, die dieses Handwerk beruflich ausüben. Da wollten wir nicht fehlen. Ich hatte die Prozedur ja schon einmal in Dubai erlebt, aber hier war es viel schöner. Es gab für alle Anwesenden einen Grund (die morgen und übermorgen stand findende Hochzeit) sich zu treffen und ein wenig zu plaudern. Wir waren wie immer die Exoten und mussten einige Fragen beantworten. Die normalen kennt man ja schon: Wo kommst ihr her? Wie lange seid ihr schon in Pakistan usw.? Aber diesmal kamen auch solche wie: Hast du schon während des 2. Weltkriegs gelebt? (Wie alt sehe ich eigentlich aus?) Bist du oder ist deine Familie jüdisch? (Nö, nicht das ich wüsste). Auf jeden Fall war es eine sehr amüsante Mittagspause und das Ergebnis seht ihr hier:
Donnerstag, 5. April 2007
Grundsteinlegung
Heute hatten wir eine sehr schöne Grundsteinlegungszeremonie auf dem Grundstück unseres ersten Marktes hier in Lahore. Auf dem Baugelände war ein riesiges klimatisiertes Zelt aufgebaut und gegen 9 Uhr kamen schon die ersten Journalisten. Gegen 9.30 Uhr hat dann die Geschäftsleitung eine kleine Pressekonferenz gegeben und unser Geschäftsmodell erläutert.
Danach kam gegen 10.45 Uhr der Minister der Region Punjab. Hoher Sicherheitsstandard war gefordert. Alle Autos wurden mit Spiegel von unten kontrolliert, Handys durften nicht ins Zelt, jeder Angestellte musste einen Ausweis tragen und der Eingang erfolgte durch einen Metalldetektor. Gott sei Dank war er verhältnismäßig pünktlich (30 Minuten Verspätung).
Es sollen auch schon mal 3 Stunden gewesen sein. So etwas kann dann das Programm ganz schön durcheinander bringen. Aber heute nicht.
Nachdem ein Iman wirklich sehr schön gesungen hat, gab es mehrere Ansprachen und Reden, bevor es zur Enthüllung des Grundsteins kam. Nach der Zeremonie gab es für alle Tee und kleine Sandwichs. Dann hieß es die Zeit bis zum Mittagessen zu überbrücken. Die Gäste hatten uns mittlerweile verlassen und das Mittagessen stand ganz im Zeichen eines Teamevents für die ganze Firma. Es gab pakistanisches Essen und es hat wie immer hervorragend geschmeckt.
Dann zurück ins Büro. Immerhin stehen wir im Quartalsabschluss und jeden Tag entdecken wir neue Herausforderungen in unserem Buchhaltungssystem.
Heute abend hatte ich hier zu Hause die ersten Stromprobleme. Normalerweise fällt der Strom tagsüber aus und wir haben im Büro einen Generator, der das Problem in 30 Sekunden behebt.
Anders hier. Fast fünf Minuten saß ich ohne Strom da und danach mußte ich den ganzen Blog noch einmal schreiben, da natürlich alles verloren war.
Gestern war ich auch wieder auf der zur Zeit laufenden Hochzeit im Haus der Brauteltern. Dort mußte ich erst einmal erklären warum ich denn am Montag abend nicht erschienen bin. Das war harte Arbeit, weil alle Erklärungen eigentlich nicht geduldet wurden. Anschließend haben die Frauen zusammen auf dem Boden gesessen und pakistanische Lieder gesungen, während die Männer für uns getanzt haben. Heute konnte ich meine Abwesenheit mit der Grundsteinlegung erklären, aber morgen müssen wir uns auf jeden Fall wieder dort sehen lassen. Hoffentlich werden wir pünktlich mit dem Quartalsabschluss fertig.
Danach kam gegen 10.45 Uhr der Minister der Region Punjab. Hoher Sicherheitsstandard war gefordert. Alle Autos wurden mit Spiegel von unten kontrolliert, Handys durften nicht ins Zelt, jeder Angestellte musste einen Ausweis tragen und der Eingang erfolgte durch einen Metalldetektor. Gott sei Dank war er verhältnismäßig pünktlich (30 Minuten Verspätung).
Es sollen auch schon mal 3 Stunden gewesen sein. So etwas kann dann das Programm ganz schön durcheinander bringen. Aber heute nicht.
Nachdem ein Iman wirklich sehr schön gesungen hat, gab es mehrere Ansprachen und Reden, bevor es zur Enthüllung des Grundsteins kam. Nach der Zeremonie gab es für alle Tee und kleine Sandwichs. Dann hieß es die Zeit bis zum Mittagessen zu überbrücken. Die Gäste hatten uns mittlerweile verlassen und das Mittagessen stand ganz im Zeichen eines Teamevents für die ganze Firma. Es gab pakistanisches Essen und es hat wie immer hervorragend geschmeckt.
Dann zurück ins Büro. Immerhin stehen wir im Quartalsabschluss und jeden Tag entdecken wir neue Herausforderungen in unserem Buchhaltungssystem.
Heute abend hatte ich hier zu Hause die ersten Stromprobleme. Normalerweise fällt der Strom tagsüber aus und wir haben im Büro einen Generator, der das Problem in 30 Sekunden behebt.
Anders hier. Fast fünf Minuten saß ich ohne Strom da und danach mußte ich den ganzen Blog noch einmal schreiben, da natürlich alles verloren war.
Gestern war ich auch wieder auf der zur Zeit laufenden Hochzeit im Haus der Brauteltern. Dort mußte ich erst einmal erklären warum ich denn am Montag abend nicht erschienen bin. Das war harte Arbeit, weil alle Erklärungen eigentlich nicht geduldet wurden. Anschließend haben die Frauen zusammen auf dem Boden gesessen und pakistanische Lieder gesungen, während die Männer für uns getanzt haben. Heute konnte ich meine Abwesenheit mit der Grundsteinlegung erklären, aber morgen müssen wir uns auf jeden Fall wieder dort sehen lassen. Hoffentlich werden wir pünktlich mit dem Quartalsabschluss fertig.
Dienstag, 3. April 2007
Erdbeben
Heute morgen gegen viertel nach acht hat hier die Erde gebebt. Mein erstes Erdbeben in Pakistan! Aber nichts ist kaputt gegangen, noch nicht einmal eine Tasse ist umgefallen. Das Beben hatte eine Stärke von 6,2 auf der nach oben offenen Richterskala, wobei ich keine Ahnung habe ob das stark ist oder nicht. Das Zentrum lag ca. 800 km entfernt von Lahore, aber trotzdem war es deutlich zu spüren. Wir saßen schon im Büro und ich dachte, huch, wer rüttelt denn da an meinem Stuhl.
Nun für alle zur Beruhigung, mir geht es gut und in Lahore stehen noch alle Häuser.
Keine Bange, Unkraut vergeht nicht.
Nun für alle zur Beruhigung, mir geht es gut und in Lahore stehen noch alle Häuser.
Keine Bange, Unkraut vergeht nicht.
1. Tag der Hochzeit
Gestern waren wir zum ersten Mal auf einer pakistanischen Familienfeier. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass wir nächstes Wochenende zu einer Hochzeit eingeladen sind. Diese dauert insgesamt 8 Tage und gestern war der erste Tag. Es war ein Feiertag (Eid-e-Milad-un-Nabi = Geburtstag des Propheten = Vollmond) hier in Pakistan. Die Gäste (nur die engste Familie der Braut, ca. 50 Personen) strömten ab 20.00 Uhr ins Haus der Brauteltern. Dann wurde erst einmal zusammen getanzt, gesungen und diverse Unterhaltungen geführt. Auch wir (Siggi, Trang und ich) waren voll mit einbezogen.
Ich trug zum ersten Mal meine neue pakistanische Kleidung und alle fanden sie sehr hübsch. Und sehr bequem war sie auch. Ich erwähnte ja bereits, es ist wie ein schöner großer Pyjama. Und so fühlst du dich auch.
Gegen 23.00 Uhr gab es dann Essen. Das ganze Büfett war im Garten aufgebaut. Und bei sehr schönem sternenklaren Himmel (Vollmond, siehe oben) und milden Temperaturen von 25 Grad war es ein Traum. Nach dem Essen so gegen 24.00 Uhr sind dann alle nach und nach verschwunden, wir eingeschlossen, da wir ja heute wieder arbeiten mussten. Allerdings konnten wir nicht gehen, ohne zu versprechen, dass wir morgen Abend wieder kommen und am Donnerstag und am Freitag und natürlich am Samstag und Sonntag. Oh mein Gott, wir werden es versuchen. Samstag und Sonntag wird es dann eine richtig große Feier. Ca. 700 Gäste werden erwartet.
Für das Wochenende haben wir noch zwei weitere Einladungen zu Hochzeiten bekommen. Aber leider sind wir ja schon verplant. So etwas scheint aber hier keine Seltenheit zu sein und die Leute bedienen sich des so genannten „Wedding-Hoppings“, meint das Springen von einer Feierlichkeit zu nächsten. Wir werden sehen, ob wir dies auch erfüllen können. Also morgen erst einmal wieder in das Haus der Eltern. Das Programm für Donnerstag kenne ich noch gar nicht. Freitag werden die Hände und Füße sehr kunstvoll mit Ornamenten verziert. Als Farbe dient dabei Henna. Da möchte ich auf jeden Fall dabei sein. Das sieht so schön aus. Ich habe es schon einmal in Dubai machen lassen, allerdings ohne den traditionellen Hintergrund einer Hochzeit. In Dubai gab es die Verzierungen extra für Touristen. Diesmal also ein wahrer Grund für die Prozedur.
Heute Morgen ist eine Kollegin von einem einwöchigen Aufenthalt aus Deutschland zurückgekommen. Ihr glaubt nicht, was sie mir mitgebracht hat. Einen original Lindt Osterhasen mit Glöckchen. Normalerweise bekomme ich den immer zu Ostern von meiner Mama. Diesmal ist also jemand anders eingesprungen und hat diese Aufgabe übernommen. Du siehst, liebe Mama, es fehlt mir hier an nichts.
Am Mittwoch haben wir große Feierlichkeiten. Die Firma bleibt geschlossen und alle Mitarbeiter sind zur Grundsteinlegung für unseren 1. Markt hier in Lahore eingeladen. Es werden einige offizielle Gäste erwartet, die dann Reden halten werden. Anschließend ist ein gemeinsames Mittagessen geplant. Ich werde davon berichten.
Ich trug zum ersten Mal meine neue pakistanische Kleidung und alle fanden sie sehr hübsch. Und sehr bequem war sie auch. Ich erwähnte ja bereits, es ist wie ein schöner großer Pyjama. Und so fühlst du dich auch.
Gegen 23.00 Uhr gab es dann Essen. Das ganze Büfett war im Garten aufgebaut. Und bei sehr schönem sternenklaren Himmel (Vollmond, siehe oben) und milden Temperaturen von 25 Grad war es ein Traum. Nach dem Essen so gegen 24.00 Uhr sind dann alle nach und nach verschwunden, wir eingeschlossen, da wir ja heute wieder arbeiten mussten. Allerdings konnten wir nicht gehen, ohne zu versprechen, dass wir morgen Abend wieder kommen und am Donnerstag und am Freitag und natürlich am Samstag und Sonntag. Oh mein Gott, wir werden es versuchen. Samstag und Sonntag wird es dann eine richtig große Feier. Ca. 700 Gäste werden erwartet.
Für das Wochenende haben wir noch zwei weitere Einladungen zu Hochzeiten bekommen. Aber leider sind wir ja schon verplant. So etwas scheint aber hier keine Seltenheit zu sein und die Leute bedienen sich des so genannten „Wedding-Hoppings“, meint das Springen von einer Feierlichkeit zu nächsten. Wir werden sehen, ob wir dies auch erfüllen können. Also morgen erst einmal wieder in das Haus der Eltern. Das Programm für Donnerstag kenne ich noch gar nicht. Freitag werden die Hände und Füße sehr kunstvoll mit Ornamenten verziert. Als Farbe dient dabei Henna. Da möchte ich auf jeden Fall dabei sein. Das sieht so schön aus. Ich habe es schon einmal in Dubai machen lassen, allerdings ohne den traditionellen Hintergrund einer Hochzeit. In Dubai gab es die Verzierungen extra für Touristen. Diesmal also ein wahrer Grund für die Prozedur.
Heute Morgen ist eine Kollegin von einem einwöchigen Aufenthalt aus Deutschland zurückgekommen. Ihr glaubt nicht, was sie mir mitgebracht hat. Einen original Lindt Osterhasen mit Glöckchen. Normalerweise bekomme ich den immer zu Ostern von meiner Mama. Diesmal ist also jemand anders eingesprungen und hat diese Aufgabe übernommen. Du siehst, liebe Mama, es fehlt mir hier an nichts.
Am Mittwoch haben wir große Feierlichkeiten. Die Firma bleibt geschlossen und alle Mitarbeiter sind zur Grundsteinlegung für unseren 1. Markt hier in Lahore eingeladen. Es werden einige offizielle Gäste erwartet, die dann Reden halten werden. Anschließend ist ein gemeinsames Mittagessen geplant. Ich werde davon berichten.
Abonnieren
Posts (Atom)