Samstag, 20. Juni 2009

Skardu / Khaplu - 4. Tag

Wie es sich fuer echte Pakistanis gehoert aendern wir unseren Plan jeden Tag. Heute wollten wir ja eigentlich nach Shigar aufbrechen um dort die naechsten zwei Naechte zu bleiben.

Wir waren gerade mal bis Skardu gekommen, da machte ploetzlich das Auto so komische Geraeusche. Wir also ab in den naechsten Workshop.
Es war wohl eine gute Idee, dass wir den Fahrer nicht alleine dorthin geschickt haben, sondern alle brav mitgekommen sind. So dauerte die Reparatur an der Pneulstange (oder so aehnlich) nur schlappe 30 Minuten.
Dann konnte es weiter gehen.

Auf dem Weg nach Shigar haben wir uns ueberlegt, dass wir auch Khaplu sehen wollen. Der Ort hat ein altes Raja Fort aus dem 14. Jahrhundert und eine hoelzene Moschee aus der selben Zeit zu bieten. Allerdings eine 3 ½ Stunden Fahrt von Skardu entfernt.

Wir entschieden direkt dorthin zu fahren und nicht erst im Shigar Fort einzuchecken. Die Strasse war gut und wir kamen so gegen 15.30 Uhr an.
Wir waren so hungrig und der Fahrer hat uns direkt in ein Motel gefahren um zu essen. Das Motel hat uns dann so gut gefallen, dass wir gar nicht mehr weg wollten. Schnell in Shigar angerufen, dass wir erst morgen kommen und hier fuer eine Nacht eingecheckt. So blieb auch noch genug Zeit um das Raja Fort und die hoelzerne Moschee zu besuchen.

Abends gab es dann noch ein leckeres BBQ. Ich konnte den Grill schon lange vorher im Zimmer riechen.

Morgen wollen wir dann einen kleine Treck in Angriff nehmen, um vielleicht doch noch einen Blick auf den K2 zu werfen. Mal sehen ob das Wetter mitspielt. Heute war es naemlich sehr bewoelkt und ab und an hat es sogar geregnet.
Ach ja, der Flieger von Islamabad nach Skardu wurde heute auch wegen schlechter Wetterbedingungen abgesagt. Sehr zur Freude von 50 Telenor (Mobilfunkgesellschaft) Mitarbeitern, die auf einem Firmentrip in Skardu waren und eigentlich heute zurueck fliegen sollten. Ein Tag Verlaengerung des bezahlten Urlaubs war sehr willkommen. Hoffentlich passiert uns das am Samstag nicht auch.

Skardu - 3. Tag

Maria hatte heute Glueck. Ihr Koffer ist aus Islamabad angekommen. Erst sah es gar nicht so aus, weil auf dem Trolley mit Cargo nur andere Pakete und Taschen zu sehen waren, dann ist ihre Reisetasche aber doch irgendwie aufgetaucht. Endlich!!!

Danach haben wir uns zu den Deosai Plains aufgemacht. Hier gibt es jede Menge Gletscher, die den Schnee auch noch um diese Jahreszeit in einigen Metern Dicke fuehren. Auf dem Weg dorthin haben wir wieder am Satpara See zum Lunch angehalten. Wieder gab es ganz frische Forelle. So gestaerkt konnte uns auch eine 3 Stunden Fahrt nicht davon abhalten die Gletscher zu besichtigen. Die Hoehe von fast 5.000 Metern traegt allerdings nicht gerade dazu bei, dass wir uns alle pudelwohl fuehlten. Dazu kommt noch, dass man natuerlich nicht mit dem Auto direkt bis zum Gletschergebiet fahren kann. Die letzten 45 Minuten muessen zu fuss zurueck gelegt werden. Mazhar war richtig geschafft und hat auf der Rueckfahrt erst einmal geschlafen.

Heute war auch Irfan’s Geburtstag. Hatten wir das alle kollektiv vergessen, bis er uns daran erinnert hat. Leider gab es den ganzen Tag kein Telefonnetz und wir konnten nichts richtig organisieren.

Um 21.00 Uhr waren wir endlich wieder im Hotel angekommen und haben direkt einen Kuchen bestellt. Flexibel wie Pakistan ist, kann auch um diese Uhrzeit noch eine Geburtstagstorte organisiert werden. Dauert zwar 1 ½ Stunden und wir sind alle ziemlich geschafft, aber das hat er wenigstens verdient. So wurde gegen viertel vor zwoelf noch die Torte angeschnitten.
Morgen werden wir dann das Shangri La verlassen um nach Shigar aufzubrechen. Dort werden wir zwei Naechte bleiben um dann wieder ins Shangri La zurueck zu kommen. Von Shigar aus kann man hoffentlich den K2 sehen!!!

Skardu - 2. Tag

Ich hatte allen gestern versprochen, dass sie puenktlich um kurz nach 5 von der Moschee geweckt warden. Warum die dann keiner von uns gehoert hat, bleibt ein Geheimnis. Irfan und wir hatten schlauerweise den Wecker gestellt, aber Jozef und Maria nicht. Als wir dann wie verabredet um 8.30 Uhr zum Fruehstueck wollten, war von den beiden nichts zu sehen.
Klopfen an die Zimmertuer brachte es an den Tag, beide schlummerten noch tief und fest und warteten auf den Weckruf der Moschee.

Als wir endlich abfahrbereit waren war es bereits 11.00 Uhr. Zu spaet fuer den Nanga Parbat. Und auch dauert die Fahrt dorthin mehr als sechs Stunden. Das schaffen wir ja in einem Tag nie. Schnell musste eine Alternative her.
Mit dem Satpara See, nur 8 km noerdlich von Skardu, war schnell ein anderes Ziel gefunden. Der See hat in der Mitte eine kleine unbewohnte Insel, die aber per Boot besucht werden kann. Leider wird sie in naher Zukunft verschwinden, da ein neuer Staudamm gebaut wird, der den Wasserspiegel des Sees um ca. 10 Meter erhoehen wird. Dann ist die Insel nicht mehr zu sehen. Zurzeit ist der See etwa 200 m tief. Wir haben die Insel natuerlich mit dem Motorboot besucht. Zurueck an Land gab es ausgezeichnete Forellen zu Mittag.

Dann haben wir einen in Stein gehauenen Buddha besucht. Die Fahrt zu ihm war recht abenteuerlich, da es sich weniger um eine Strasse als mehr um einen Jeeptrack handelte. Aber unser Fahrer mit seinem Toyota Prado hat alles ausgezeichnet gemeistert.

Vom Buddha ging es wieder ueber Skardu und vorbei an unserem Hotel zum Soak Valley. Dort gibt es eiskaltes und voellig klares Wasser dass in breiter Bahn durch das Tal fliesst. Die Jungs mussten natuerlich die Schuhe ausziehen und hinein wandern. Wurde mit krebsroten und total kalten Fuessen belohnt. Da half auch der heisse Tee nicht, den wir zum Abschluss dort noch getrunken haben.

Weiter ging die Fahrt zum Upper Kachura Lake. Das Shangri-La (unser Hotel) liegt am Kachura Lake. Aber einige hundert Hoehenmeter weiter oben liegt eben besagter Upper Kachura Lake. Der ist auch weitaus groesser und herrlich zu bewandern. Die Anfahrt wie zu erwarten wieder sehr abenteuerlich. Vor allem wenn dann auch noch Gegenverkehr auf der recht engen Strasse ohne Wendemoeglichkeit auftaucht. Das Auto mussten wir auf einem Parkplatz abstellen und dann zu Fuss den Weg durch Obstbaeume, Weizenfelder und aehnliches suchen. Dann noch ein heftiger Abstieg und da war er. Die Sonne verschwand gerade hinter den umliegenden Bergen, so romantisch.

Gegen 20.00 Uhr waren wir dann wieder zurueck im Hotel.

Leider immer noch kein Gepaeck fuer Maria. Der Flieger war heute am Sonntag so voll, dass kein zusaetzliches Gepaeck (Cargo) mitgenommen werden konnte. Die Arme tut mir richtig leid. Aber tapfer stellt sie sich jeden Tag aufs Neue mit ihren Ballarina Schuhen der Herausforderung der Berge.Hoffentlich haben wir morgen mehr Glueck und sie bekommt endlich ihre Klamotten.

Skardu - 1. Tag

Heute morgen sind wir schon ganz frueh um 3.00 Uhr nach Islamabad gefahren um unseren Flieger nach Skardu zu bekommen.
Am Flughafen angekommen erfuhren wir dann erst einmal, dass die Maschine eine Stunde Verspaetung hat. Okay, also erst einmal warten.

Dann ging es los in einer Boing 737-300. Reisehoehe war wie ueblich um die 8.000 Meter. Fliegt man aber in einer solchen Hoehe ueber den Himalaya, kommen die Berge doch ganz schoen nah.
Die Aussicht war einfach berauschend. Wenn ich auch die Alpen kenne, das hier hat eine ganze andere Dimension.

Gegen halb zwoelf sind wir dann nach nur einer Stunde Flug in Skardu gelandet. Erfreulicher Weise war es gar nicht so kalt wie befuerchtet. Die Sonne schien und die Temperatur lag so um die 24 Grad. Das Klima in Skardu ganz aehnlich dem in Deutschland und so gibt es hier auch ganz aehnliche Vegetation. Am Flughafen wurden wir direkt von wunderschoen bluehenden Rosenstoecken empfangen und auf der 45 minutigen Fahrt zum Hotel gab es jede Menge Obstbaeume rechts und links der Strasse. Der Fluss Indus schlummerte noch so vor sich hin, er wird seine grandiosen Ausmasse erst im Juli erreichen, wenn zur Schneeschmelze auch noch der Regen kommt.

Das Hotel liegt an einem kleinen See. Dort wurde sogar gebadet obwohl das Wasser natuerlich sehr kalt ist. Naja, wir haben sowieso keine Badesachen mitgebracht. Wir waren ja mehr auf Winter eingestellt.

Maria’s Gepaeck war leider nicht mit ihr zusammen aus der Slovakei nach Islamabad gekommen und sie musste ohne weiter reisen.
Leider entpuppte sich das dann als Problem, da Etihad sich nicht in der Lage sah das Gepaeck nach Skardu weiter zu leiten. Aber man hat ja Freunde in Pakistan. Ein Kollege aus dem Markt in Islamabad hat sich bereit erklaert zum Flughafen zu fahren, die Sachen abzuholen und dann per Cargo mit dem naechsten Flieger (also morgen) nachzuschicken. Dazu brauchten wir nur ein paar Dokumente zu faxen. Ups, das Hotel hat aber leider kein Fax.
Dazu mussten wir nach Skardu fahren. Also erst einmal himmlisch zu Mittag gegessen und dann ein Taxi bestellt. Es kommt. Dann doch nicht, da es einen Platten hat und erst repariert werden muss. Aber es gibt noch ein anderes. Das Glueck ist mit den Dummen.

Um 15.00 Uhr dann nach Skardu gefahren, ein Fax gesucht und alles gefaxt.
Als wir so auf der Strasse warteten kamen einige Reiter mit Pferden vorbei.
Wo die wohl hin wollen? Aha, es gibt ein Polospiel ganz in der Naehe. Das sehen wir uns an.

Jede Menge ander Leute auch. Hier geht man am Wochenende nicht zum Fussball sondern zum Polo. Und ein paar Huehner haben sich auch auf das Spielfeld verlaufen. Die flogen dann gackernd umeinander als die Pferde angaloppiert kamen.
Das Spielfeld sehr schmal, sehr lang und hundertprozent nicht poloregelkonform. Aber wen interessiert es? Hier will man nicht in die naechste Liga aufsteigen, sondern einfach nur ein wenig Spass haben.

Das dachten sich wohl auch die drei jungen Bullen, die irgendwann ebenfalls auf dem Spielfeld auftauchten und sich von den Spielern gejagt fuehlten. Das war ein Bild fuer die Goetter. Die Huehner waren zu diesem Zeitpunkt schon wieder verschwunden.

Danach noch ein wenig einkaufen und wieder zurueck zum Hotel.
Es war mittlerweile schon 20.00 Uhr und die Sonne ging unter.

Wir haben dann noch schoen auf der Terasse vor unserem Hotelzimmer (immer zwei Zimmer bilden einen Bungelow mit Terasse und Blick auf den See) zu Abend gegessen und jetzt sind alle hundemuede im Bett verschwunden.

Morgen wollen wir Richtung Narga Parbat aufbrechen. Das ist der Berg, auf dem Reinhold Messner vor 39 Jahren seinen Bruder Guenther verloren hat.
Wir werden den 8.000er aber nicht besteigen, sondern nur mit dem Auto in seine Naehe fahren. Falls es die Strassen zulassen. Das klaeren wir morgen.

Und wir hoffen dann auch Maria’s Gepaeck zu bekommen. Die Arme kann ja nicht tagelang in den gleichen Klamotten rumlaufen.

Morgen dann mehr. Gute Nacht.

Sonntag, 7. Juni 2009

Die Satelittenschuessel

Die Geschichte ist eigentlich schon etwas aelter, aber ich habe wohl verpasst, sie euch hier im Blog zu erzaehlen.

Es geht dabei um meine neue Satellitenschuessel. Mazhar hatte die Idee mir ein wenig deutsches Fernsehprogramm zu ermoeglichen und liess deshalb eine Satellitenschuessel auf unserem Dach installieren. Die Schuessel musste einen Durchmesser von mehr als 2 Metern haben. Als ich das Ding das erste Mal gesehen habe, dachte ich, ich bin bei der NASA gelandet. Ein riesen Teil steht da auf unserem Dach.

Befestigt wurde die Riesenschuessel erst einmal mit ein paar Schrauben und ein bisschen Halterung auf dem Boden. Pakistanisch halt.

Und was kann ich nun sehen? Also ARD gibt's und ZDF und RTL2 und... Nichts mehr und.
Nur die drei Programme. Der Rest wird halt immer noch uebers Internet runter geladen (habe ich, glaube ich, schonmal hier erzaehlt). Leider gibt es hier keine Verbindung zum ASTRA Satelliten, nur HOTBIRD und der hat halt nicht mehr deutsche Programme im Angebot. Auch der Zeitunterschied ist nicht gerade hilfreich. Wenn das Abendprogramm beginnt haben wir ja schon nach Mitternacht (+ 4 Stunden). Aber besser als nichts.

Dann kam der erste Sturm des Jahres und es hatte meine Schuessel glatt umgehauen. Tja, kein Wunder bei der Befestigung. Nun muss man zur Rettung des Installateurs sagen, dass er direkt gesagt hat, dass diese Halterung nicht ausreichend sein wird. Er meinte da muesse ganz klar betoniert werden. Aha. Gut, dann muss ich erst einmal den Vermieter fragen, ob ich auf seinem Dach betonieren darf. Leider lautete die Antwort Nein. Okay, dann muss eine andere Loesung her. Wir also wieder aufs Dach um uns noch einmal zu orientieren, was wir dann wohl anderes machen koennen. Wir kommen da an, da ist die Schuessel mit ihrer Halterung schon ganz wunderbar einbetoniert. Das darf doch nicht wahr sein. Was ist hier passiert? Hat Mazhar den Installateur darum gebeten? Nein. Aber wie kommt dann der Beton aufs Dach? Das Haus ist doch bewacht, da geht doch nichts so einfach rein oder raus. Der angerufene Vermieter wusste auch nicht was passiert ist, wollte sich aber mal erkundigen.

Wir haben uns natuerlich auch umgehoert.
Folgendes war passiert: Mein Fahrer hatte mit bekommen, dass wir die Schuessel mit Beton befestigen wollten. Er hat es dem Hausklempner erzaehlt. Der wiederum witterte die Moeglichkeit sich ein wenig Geld zu verdienen. Gerade wurde naemlich hinter unserem Haus auf einer Baustelle mit Beton gearbeitet und er konnte leicht dort ein wenig abzweigen. Das hat er dann aufs Dach gebracht und die Schuessel halbwegs fachmaennisch (schliesslich ist er ja ein Klempner und kein Maurer) einbetoniert. Na klasse. Immerhin gut, der Klempner ist ja ein Angestellter des Vermieters und ich habe ihn schliesslich nicht angewiesen den Beton aufs Dach zu schaffen.

Ein erneuter Anruf beim Vermieter liess erkennen, dass ihm die gleiche Story uebermittelt worden war. Was nun? Der Vermieter war grosszuegig und hat die Betonarbeit nachtraeglich doch genehmigt. Ist das nicht nett?

Und der Klempner hat 5 Euro fuer seine Arbeit bekommen. Fuer soviel Geld arbeitet er immer wieder gerne fuer mich.

Gestern hat es wieder ganz schoen gestuermt, aber meine Schuessel ist sicher...

Donnerstag, 4. Juni 2009

Proteste

Heute morgen kann ich nicht puenktlich ins Buero fahren.

Unser Haus liegt ja fast am Ende einer Sackgasse. Die Sackgasse fuehrt direkt zu einem technischen Kollege. Dort werden junge pakistanische Maenner unterrichtet. Eigentlich sind an den meisten Schulen bereits die dreimonatigen Sommerferien eingelaeutet, aber in dieser Schule nicht. Dort ist nur ein Monat geplant. Das wiederum gefaellt den Studenten nicht. Sie protestieren lautstark dagegen, blockieren die gesamte Strasse und haben auch ein paar Banner der Schule angesteckt.

Da sieht man mal wieder wie wenig die Menschen hier ueberlegen.
Schliesslich lernen die Studenten doch nicht fuer die Schule oder die Regierung sondern nur fuer sich selbst. Also anstatt die nur einmonatige Pause als Chance zu sehen um schneller lernen zu koennen, wird demonstriert und Gewalt ausgeuebt. Ich meine uns hat ja die Schule auch nicht immer geschmeckt. Wir wollten auch lieber Ferien haben, aber solche Demonstrationen haben wir nicht gebracht. Und die Studenten sind alle schon Anfang zwanzig.

Normalerweise gibt es ja immer einen zweiten Weg, den wir fahren koennen, aber diesmal leider nicht. Mein Chef bringt morgens immer seinen Sohn zu Schule und ist deshalb schon eine Stunde eher weg. Er sitzt jetzt schon im Buero und arbeitet. Unser niederlaendischer Kollege hatte sein Auto mit Fahrer unterwegs um jemanden anderen abzuholen. Er ist durch die Massen marschiert und hat sich auf der anderen Seite mit seinem Fahrer getroffen. Der arbeitet auch.
Nur der tschechische Einkaeufer und ich haben es nicht geschafft. Verdammt.

Gut ist, dass wir Sommer haben. Es ist jetzt 9 Uhr und vielleicht so 30-35 Grad. In einer Stunde wird es aber ueber 40 Grad sein und das sollte die Protester ganz sicher vertreiben. Das halten die ohne Wasser nicht lange aus. So wie die rumhuepfen, schreien und laermen sind die schnell am Ende.

Da es sich nur um eine kleine Seitenstrasse handelt wird sich auch die Polizei nicht sonderlich fuer die Proteste interessieren. Vielleicht gut so, dann wenn wenn die Polizei auftaucht eskaliert meistens auch die Gewalt. Abwarten...

Mittwoch, 3. Juni 2009

Vorbereitungen fuer den K2 Trip

Heute hat mich jemand eindringlich darum gebeten doch mal wieder in meinen Blog zu schreiben. Okay, okay, er hat ja recht, lange mal wieder nichts von mir hoeren lassen.

Also was mache ich zurzeit so?
Ich bereite unseren Helikoptertrip zum zweithoechsten Berg der Welt vor.
Wir wollen am 13. Juni in den Himalaya fliegen. Unser Ziel ist erst einmal Skardu, ein Ort der auf ca. 2300 m. Dort werden wir eine Woche verbringen und Ausfluege in die Umgebung unternehmen. Aber wir warten auch auf einen Tag mit gutem Wetter. Dann bringt uns ein Helikopter zur Basisstation des K2. Wir werden den ganzen Tag im Helikopter verbringen, weil Hin- und Rueckflug ungefaehr 7 Stunden dauern wird.
Der gesamte Flug wird auch schon ein Erlebnis sein, weil wir eine Route fliegen werden, die uns eine Sehenswuerdigkeiten (Gletscher, Seen, spezielle Berge) zeigen wird.
Muss nur noch das Wetter mitspielen, dann kann nichts mehr schief gehen. Also drueckt uns mal die Daumen.

Die Gegend um Skardu wird mehr als jedes andere Gebiet in Pakistan von Touristen besucht.
Allerdings brauchen wir eine spezielle Genehmigung dorthin zu reisen. Die wird hoffentlich von den Behoerden in den naechsten Tagen erteilt.

Der Flug von Islamabad nach Skardu kann ebenfalls nur bei gutem Wetter stattfinden. Aber man hat uns versichert, dass das Wetter im Juni am besten fuer solche Trips geeignet ist.
Na, wir werden es erleben.

Und mal wieder werden andere Massstaebe fuer Auslaender angesetzt. Ich verstehe ja, dass aus Sicherheitsgruenden die spezielle Genehmigung erforderlich ist. Aber warum sind die Flugkosten fuer mich fast doppelt so hoch wie fuer Mazhar? Naja, Angebot und Nachfrage bestimmen ja bekanntlich den Markt. Und Auslaender wollen wohl diese Region von Pakistan mit ihren einmaligen Bergen zu jedem Preis besuchen.

Die Temperaturen sollen auch im Sommer am K2 bei 5-10 Grad liegen. Ich kann es ja nicht so ganz glauben, werde aber trotzdem mal die warmen Sachen einpacken. Immerhin werden wir bis auf 5.000 Meter geflogen. Hoeher kann der Helikopter nicht gehen. Und er wird auch nur mit maximal 7 Personen besetzt, obwohl er Plaetze fuer 22 Personen hat.
Wir sind allerdings nur 5 und haben den gesamten Heli gechartert. Konnten leider nicht mehr Leute finden, die bereit waren sich auf einen solchen Abenteurtrip einzulassen.

Einer unserer pakistanischen Kollegen war letztes Jahr auch dort. Allerdings hat er die Basisstation in Concordia zu Fuss besucht. Drei Wochen waren er und seine Freunde unterwegs.
Ein Lebenstrip sozusagen. Wir hoffen auf aehnliches bei unserer Reise.
Drueckt die Daumen, dass alles klappt, wir am 13. Juni puenktlich aus Islamabad starten koennen, gutes Wetter in Skardu haben und dann auch am 20. Juni puenktlich wieder zurueck fliegen koennen. Laut Auskunft des Reisebueros koennen 40 Prozent der Fluege nach Skardu im Schnitt pro Jahr nicht stattfinden. Wir vertrauen hier auf die Aussage des besten Wetters im Juni!!!

Ich werde berichten und auch ein paar Fotos bei Facebook einstellen, wenn wir wieder zurueck sind.