Heute ist das Wetter richtig schoen. Die Sonne scheint und wir haben so um die 25 Grad. Warm genug um das erste Mal in diesem Jahr den Grill anzuschmeissen. Na, seit ihr neidisch? Ich habe mir einen ganz neuen Grill im Metro Markt gekauft und ein Freund hat ihn für mich zusammen geschraubt.
Das Fleisch kommt natürlich auch von der Metro. Und der Salat. Und das Brot. Und die Oliven. Und all die anderen Leckereien. Nur nicht die Getränke, weil wir ja keinen Alkohol verkaufen dürfen ;-).
Da Geoff (unsere ehemaliger Administration Director) uns nächste Woche für immer verlassen wird, haben wir ihn dieses letzte Wochenende noch einmal zum BBQ eingeladen. Das ganze Jahr, dass ich nun hier bin, haben alle Grillfeste bei den Griffiths im Garten statt gefunden. Und es waren nicht wenige. Nun sind wir mal an der Reihe.
In Russland arbeitet ein Schweizer als Metzger für die Metro. Den haben wir uns zu Trainingszwecken für 2 Monate nach Pakistan eingeladen. Er wohnt im benachbarten Gästeappartement. Er wollte nach ganz besonders leckeren Fleischstücken zum Grillen Ausschau halten. Natürlich ist unserer gesamtes Fleisch im Markt gut, aber er wird genau das richtige Grillfleisch finden. Darin bin ich nämlich nicht sehr gut. Ich kaufe am Ende Suppenfleisch und versuche es schön zart zu grillen. Dafür darf er dann heute abend auch mit uns essen.
Übernächste Woche muss ich zum ersten Mal nach Karachi fliegen. Wir haben ein Meeting mit unseren Steuerberatern dort. Ich bin ja mal gespannt, wie Karachi so ist. Obwohl ich mit Sicherheit nicht viel davon sehen werde. Morgen um sieben hin fliegen, abends um sieben wieder zurück.
So, jetzt muss ich los, sonst gibt es heute abend nix zu essen. Schönen Sonntag noch!
Sonntag, 24. Februar 2008
Donnerstag, 21. Februar 2008
Ein neues Parlament für Pakistan
Das Fahrrad hat mächtig verloren, der Pfeil und der Tiger haben das Rennen gemacht.
Bei einer Wahlbeteiligung von knapp über 40 Prozent stellen nun der Pfeil (PPP) und der Tiger (PML-N) die Regierung. Das Fahrrad wurde in die Opposition gedrängt.
Bleibt zu hoffen, dass der nun vom Parlament zu wählende Premierminister sich mit dem Präsidenten versteht. Der Präsident hat seine Bereitschaft signalisiert. Aber die Sichtweisen sind doch sehr unterschiedlich. Forderungen nach einem Rücktritt des Präsidenten hat es schon gegeben, wir werden sehen wie es weiter geht.
Gott sei Dank ist alles sehr ruhig abgelaufen. Es hat zwar ein paar Zusammenstösse von unterschiedlich denkenden Parteien gegeben, der große Big Bang ist aber ausgeblieben.
Also keine Sorge uns geht es weiterhin sehr gut.
Das Wetter wird täglich wärmer und wir genießen die ersten Erdbeeren. Mhhhmmm, lecker.
Bald können wir sicherlich wieder am Pool liegen.
Bei einer Wahlbeteiligung von knapp über 40 Prozent stellen nun der Pfeil (PPP) und der Tiger (PML-N) die Regierung. Das Fahrrad wurde in die Opposition gedrängt.
Bleibt zu hoffen, dass der nun vom Parlament zu wählende Premierminister sich mit dem Präsidenten versteht. Der Präsident hat seine Bereitschaft signalisiert. Aber die Sichtweisen sind doch sehr unterschiedlich. Forderungen nach einem Rücktritt des Präsidenten hat es schon gegeben, wir werden sehen wie es weiter geht.
Gott sei Dank ist alles sehr ruhig abgelaufen. Es hat zwar ein paar Zusammenstösse von unterschiedlich denkenden Parteien gegeben, der große Big Bang ist aber ausgeblieben.
Also keine Sorge uns geht es weiterhin sehr gut.
Das Wetter wird täglich wärmer und wir genießen die ersten Erdbeeren. Mhhhmmm, lecker.
Bald können wir sicherlich wieder am Pool liegen.
Sonntag, 17. Februar 2008
Der Tag vor den Wahlen
Morgen wird in Pakistan gewählt. Dem bereits für die nächsten fünf Jahre gewählten Präsidenten Musharraf wird ein Premierminister zur Seite gestellt.
Dabei gibt es drei wirklich große Parteien im Land. Jede hat ein Symbol, damit auch die Analphabeten wählen können. Benazir Bhutto’s „Pakistan People Partie“ (PPP) wird durch einen Pfeil symbolisiert, Nawaz Sharif’s „Pakistan Muslim League (Nawaz Sharif)“ (PML-N) durch einen Tiger und Pervaiz Elahi’s „Pakistan Muslim League (Quaid-i-Azam)“ (PML-Q) durch ein Fahrrad. Das Fahrrad ist übrigens auch die Partei, der Präsident Musharraf angehört.
Morgen ist Feiertag und die meisten Geschäfte haben, auch aus Sicherheitsgründen, geschlossen. Auch unser Markt bleibt zu. Das Militär hat mächtig aufgestockt und bewacht spezielle Wahlorte, denen eine hohe Sicherheitsstufe zugeordnet wurde. In Lahore gibt es nicht allzu viele davon, wie immer ist die Problematik mehr auf den Nordwesten und den Süden (Karachi) Pakistans beschränkt.
Leider wird die Wahlbeteiligung nicht besonders hoch ausfallen, da die meisten Leute hier einfach der korrupten Politiker überdrüssig sind. Alleine schon wenn sich diese Leute von A nach B bewegen wird der gesamte Verkehr auf ihrer Route gesperrt. Fast täglich sitzt man irgendwo für eine halbe Stunde fest, weil mal wieder so ein kleiner König ganz privat oder offiziell auf der Strasse unterwegs ist. Denen geht es mehr als gut, aber egal wen man auch wählt, bei den kleinen Leuten kommen echte Verbesserungen nur sehr langsam an, derweil sich die Politiker weiter die Taschen füllen.
Und ich denke es wird auf jeden Fall nach den Wahlen heiß her gehen, da keine Partei ihre Niederlage eingestehen wird. Und es können ja nicht alle gewinnen. Also egal wer gewinnt, die anderen beiden werden ihm Wahlmanipulation vorwerfen und einen riesigen Aufstand anzetteln.
Wollen wir nur hoffen, dass Polizei und Militär Herr der Lage bleiben.
Ich habe auf jeden Fall alle Ratschläge befolgt für einen solchen Fall befolgt.
Das Auto ist voll getankt, mein Bargeld habe ich aufgestockt, es gibt genug Getränke im Haus und Kühlschrank/Gefrierfach sind picke packe voll.
Sollte es also auf den Straßen unruhig werden, bleibe ich einfach zu Hause.
Hoffentlich bleibt das Internet stabil und ich kann wenigstens ein bisschen surfen. Darüber hinaus sind drei unserer Gäste im angrenzenden Gästeapartment untergebracht und somit werde ich auch nicht alleine sein.
Wenn ich nicht vor die Türe gehen kann können die es auch nicht.
Also alle mal die Daumen drücken, dass alle ruhig und besonnen bleiben.
Gestern und heute war ich auch wieder reiten. Und wir haben herausgefunden, dass mein Pferd nur nicht langsam galoppieren mag. Wenn es ihm nicht schnell genug geht, konzentriert er sich nicht richtig und stolpert vor sich hin. Wenn man aber richtig mit ihm im Jagdgalopp über die Bahn fegt zeigt er keinerlei Schwierigkeiten. Habe ich dann heute mal so gemacht. War klasse. 20 Minuten im schnellen Galopp, da willst du auch als Reiter einfach nur wieder Schritt gehen. Und heute Abend merkte ich meinen Rücken ganz schön.
Der Besitzer meiner Pferde hat einen großen Mobilfunkanbieter für diese Saison als Sponsor gewonnen. Und der musste dann natürlich auch T-Shirts bezahlen. Ein T-Shirt sogar mit meinem Namen auf der Brust habe ich dann heute bekommen. Ich war ganz gerührt.
Ach ja, bevor ich es vergesse: Am 12. März komme ich wieder nach Deutschland. Muss zwar Donnerstag und Freitag arbeiten, habe aber anschließend noch eine Woche Urlaub drangehängt.
Dabei gibt es drei wirklich große Parteien im Land. Jede hat ein Symbol, damit auch die Analphabeten wählen können. Benazir Bhutto’s „Pakistan People Partie“ (PPP) wird durch einen Pfeil symbolisiert, Nawaz Sharif’s „Pakistan Muslim League (Nawaz Sharif)“ (PML-N) durch einen Tiger und Pervaiz Elahi’s „Pakistan Muslim League (Quaid-i-Azam)“ (PML-Q) durch ein Fahrrad. Das Fahrrad ist übrigens auch die Partei, der Präsident Musharraf angehört.
Morgen ist Feiertag und die meisten Geschäfte haben, auch aus Sicherheitsgründen, geschlossen. Auch unser Markt bleibt zu. Das Militär hat mächtig aufgestockt und bewacht spezielle Wahlorte, denen eine hohe Sicherheitsstufe zugeordnet wurde. In Lahore gibt es nicht allzu viele davon, wie immer ist die Problematik mehr auf den Nordwesten und den Süden (Karachi) Pakistans beschränkt.
Leider wird die Wahlbeteiligung nicht besonders hoch ausfallen, da die meisten Leute hier einfach der korrupten Politiker überdrüssig sind. Alleine schon wenn sich diese Leute von A nach B bewegen wird der gesamte Verkehr auf ihrer Route gesperrt. Fast täglich sitzt man irgendwo für eine halbe Stunde fest, weil mal wieder so ein kleiner König ganz privat oder offiziell auf der Strasse unterwegs ist. Denen geht es mehr als gut, aber egal wen man auch wählt, bei den kleinen Leuten kommen echte Verbesserungen nur sehr langsam an, derweil sich die Politiker weiter die Taschen füllen.
Und ich denke es wird auf jeden Fall nach den Wahlen heiß her gehen, da keine Partei ihre Niederlage eingestehen wird. Und es können ja nicht alle gewinnen. Also egal wer gewinnt, die anderen beiden werden ihm Wahlmanipulation vorwerfen und einen riesigen Aufstand anzetteln.
Wollen wir nur hoffen, dass Polizei und Militär Herr der Lage bleiben.
Ich habe auf jeden Fall alle Ratschläge befolgt für einen solchen Fall befolgt.
Das Auto ist voll getankt, mein Bargeld habe ich aufgestockt, es gibt genug Getränke im Haus und Kühlschrank/Gefrierfach sind picke packe voll.
Sollte es also auf den Straßen unruhig werden, bleibe ich einfach zu Hause.
Hoffentlich bleibt das Internet stabil und ich kann wenigstens ein bisschen surfen. Darüber hinaus sind drei unserer Gäste im angrenzenden Gästeapartment untergebracht und somit werde ich auch nicht alleine sein.
Wenn ich nicht vor die Türe gehen kann können die es auch nicht.
Also alle mal die Daumen drücken, dass alle ruhig und besonnen bleiben.
Gestern und heute war ich auch wieder reiten. Und wir haben herausgefunden, dass mein Pferd nur nicht langsam galoppieren mag. Wenn es ihm nicht schnell genug geht, konzentriert er sich nicht richtig und stolpert vor sich hin. Wenn man aber richtig mit ihm im Jagdgalopp über die Bahn fegt zeigt er keinerlei Schwierigkeiten. Habe ich dann heute mal so gemacht. War klasse. 20 Minuten im schnellen Galopp, da willst du auch als Reiter einfach nur wieder Schritt gehen. Und heute Abend merkte ich meinen Rücken ganz schön.
Der Besitzer meiner Pferde hat einen großen Mobilfunkanbieter für diese Saison als Sponsor gewonnen. Und der musste dann natürlich auch T-Shirts bezahlen. Ein T-Shirt sogar mit meinem Namen auf der Brust habe ich dann heute bekommen. Ich war ganz gerührt.
Ach ja, bevor ich es vergesse: Am 12. März komme ich wieder nach Deutschland. Muss zwar Donnerstag und Freitag arbeiten, habe aber anschließend noch eine Woche Urlaub drangehängt.
Samstag, 9. Februar 2008
Ein Tag in Kasur
Heute Morgen war ich erst einmal wie immer reiten. Ich bekam das Pferd, dass einmal eine Schulter gebrochen hatte und nicht mehr voll für Polospiele eingesetzt wird. Die anderen Pferde wurden heute und morgen für richtige Polospiele benötigt. Meine Reitbegleitung konnte oder wollte nicht reiten also war ich alleine. Aber samstagmorgens kommt auch immer eine Amerikanerin, die ein vergleichbares Arrangement mit einem Pferdebesitzer im Poloclub hat. Also haben wir uns zusammen getan und sind gemeinsam geritten.
Auf Anweisung haben wir die Pferde 20 Minuten nur galoppieren lassen um sie auf Kondition zu bringen. Mein Pferd allerdings stolperte so oft, dass ich nach 30 Minuten nicht sicher war ob alles in Ordnung mit ihm ist und ich bin zurück zum Stall geritten. Der Pfleger hatte aber keine Bedenken und meinte es gäbe kein Problem. Okay, wir werden sehen, wie es morgen wird.
Dann musste ich schnell nach Hause duschen, denn um 11 Uhr war die Abfahrt nach Kasur geplant. Kasur liegt ungefähr 40 km südöstlich von Lahore, ebenfalls an der indischen Grenze. Unser Office Manager kommt von dort und er hatte uns schon einmal letztes Jahr auf seinen Landbesitz eingeladen. Wir also zu sechs in zwei Autos los.
Dort angekommen wartete man schon auf uns. Ein großes Grillfest wurde gestartet. Zuerst gab es Fisch mit einer sehr leckeren Minzsoße. Dann später Rindfleisch mit Roti (Brot) und Spinat. Als Nachtisch noch ein paar Süßigkeiten die ein anderer Gast speziell für uns mitgebracht hatte.
Ich war so voll, konnte kaum noch gehen.
Dann sind wir zur Grenze gefahren. Auch hier gibt es eine Grenzschliessungszeremonie. Ähnlich wie in Wagha, aber doch ganz anders. Wir waren ganz spezielle VIP Gäste und durften erst einmal zusammen mit dem örtlichen Verwalter Tee trinken. Hier sitzen die beiden Länder zusammen in einem Viereck ganz nahe an den beiden Fahnen. Die Inder sitzen auf der linken Seite, die Pakistani auf der rechten. Die Grenze verläuft offen quer durch das Viereck, dass durch die beiden Tribünen auf den beiden Seiten gebildet wird. Die beiden Fahnenmaste stehen inmitten des Vierecks auf der jeweiligen Landesseite.
Für uns hatte man Stühle direkt am Geschehen vorbereitet. Dann ging es los. Marschieren der Grenzsoldaten auf beiden Seiten. Beine schwingen, Gewehr präsentieren, laute Befehle und dem Inder zeigen, wer der hier der Herr ist. Am Ende stehen dann der pakistanische Soldat auf der indischen Seite und der indische umgekehrt auf pakistanischem Boden (ob die auch die entsprechenden Visa haben?) und die beiden Fahnen werden parallel eingeholt. Dazu wird auf dem Horn geblasen. Sehr eindrucksvoll und durch die Nähe auch viel netter für uns Besucher zu sehen.
Mit der untergehenden Sonne war dann. wie auch beim großen Bruder Wagha, alles vorbei.
Anschließend mussten wir dann natürlich noch zu unserem Office Manager nach Hause. Frisch gepresster Orangensaft wurde gereicht. Die Männer sind dann dort geblieben, die Frauen fuhren mit dem Auto zum nahe gelegenen Bazar um Pantoffeln (ein Geschenk für uns) zu kaufen. Wir haben zig Paare probiert und sind am Ende jeder mit zwei Paar zurückgekommen. Ein zusätzlicher Halt in einem kleinen Restaurant um Faloota (eine Spezialität in Kasur, ein süßer Dessert aus Nudeln und Karamellpudding) konnte ebenfalls nicht abgelehnt werden. Und mein Einwand mir bitte nur eine kleine Portion zu geben verhallte wie immer im Nirwana. Okay, ich gebe auf. So ist eben Pakistan.
Gegen 9 Uhr abends war ich dann wieder zu Hause. Ein toller Tag. Da sag noch einmal jemand in Pakistan wäre nichts los.
Auf Anweisung haben wir die Pferde 20 Minuten nur galoppieren lassen um sie auf Kondition zu bringen. Mein Pferd allerdings stolperte so oft, dass ich nach 30 Minuten nicht sicher war ob alles in Ordnung mit ihm ist und ich bin zurück zum Stall geritten. Der Pfleger hatte aber keine Bedenken und meinte es gäbe kein Problem. Okay, wir werden sehen, wie es morgen wird.
Dann musste ich schnell nach Hause duschen, denn um 11 Uhr war die Abfahrt nach Kasur geplant. Kasur liegt ungefähr 40 km südöstlich von Lahore, ebenfalls an der indischen Grenze. Unser Office Manager kommt von dort und er hatte uns schon einmal letztes Jahr auf seinen Landbesitz eingeladen. Wir also zu sechs in zwei Autos los.
Dort angekommen wartete man schon auf uns. Ein großes Grillfest wurde gestartet. Zuerst gab es Fisch mit einer sehr leckeren Minzsoße. Dann später Rindfleisch mit Roti (Brot) und Spinat. Als Nachtisch noch ein paar Süßigkeiten die ein anderer Gast speziell für uns mitgebracht hatte.
Ich war so voll, konnte kaum noch gehen.
Dann sind wir zur Grenze gefahren. Auch hier gibt es eine Grenzschliessungszeremonie. Ähnlich wie in Wagha, aber doch ganz anders. Wir waren ganz spezielle VIP Gäste und durften erst einmal zusammen mit dem örtlichen Verwalter Tee trinken. Hier sitzen die beiden Länder zusammen in einem Viereck ganz nahe an den beiden Fahnen. Die Inder sitzen auf der linken Seite, die Pakistani auf der rechten. Die Grenze verläuft offen quer durch das Viereck, dass durch die beiden Tribünen auf den beiden Seiten gebildet wird. Die beiden Fahnenmaste stehen inmitten des Vierecks auf der jeweiligen Landesseite.
Für uns hatte man Stühle direkt am Geschehen vorbereitet. Dann ging es los. Marschieren der Grenzsoldaten auf beiden Seiten. Beine schwingen, Gewehr präsentieren, laute Befehle und dem Inder zeigen, wer der hier der Herr ist. Am Ende stehen dann der pakistanische Soldat auf der indischen Seite und der indische umgekehrt auf pakistanischem Boden (ob die auch die entsprechenden Visa haben?) und die beiden Fahnen werden parallel eingeholt. Dazu wird auf dem Horn geblasen. Sehr eindrucksvoll und durch die Nähe auch viel netter für uns Besucher zu sehen.
Mit der untergehenden Sonne war dann. wie auch beim großen Bruder Wagha, alles vorbei.
Anschließend mussten wir dann natürlich noch zu unserem Office Manager nach Hause. Frisch gepresster Orangensaft wurde gereicht. Die Männer sind dann dort geblieben, die Frauen fuhren mit dem Auto zum nahe gelegenen Bazar um Pantoffeln (ein Geschenk für uns) zu kaufen. Wir haben zig Paare probiert und sind am Ende jeder mit zwei Paar zurückgekommen. Ein zusätzlicher Halt in einem kleinen Restaurant um Faloota (eine Spezialität in Kasur, ein süßer Dessert aus Nudeln und Karamellpudding) konnte ebenfalls nicht abgelehnt werden. Und mein Einwand mir bitte nur eine kleine Portion zu geben verhallte wie immer im Nirwana. Okay, ich gebe auf. So ist eben Pakistan.
Gegen 9 Uhr abends war ich dann wieder zu Hause. Ein toller Tag. Da sag noch einmal jemand in Pakistan wäre nichts los.
Sonntag, 27. Januar 2008
Ein Tag in Indien
Schon vor einiger Zeit haben alle Ausländer die für MCC Pakistan arbeiten ein indisches Visum für ein halbes Jahr erhalten. Es soll uns in einem eventuellen Ernstfall ermöglichen Pakistan schnell Richtung Indien zu verlassen. Die indische Grenze liegt ja nur 30 km von Lahore entfernt. Eifrige Leser meines Blogs wissen das schon, denn ich habe bereits von der Grenze (Wagha Border) erzählt. Dort gibt es jeden Tag zum Sonnenuntergang eine Zeremonie, bei der die Grenze bis zum nächsten Morgen geschlossen wird.
Nun hatten wir also die Idee mal nach Indien auszureisen und uns die Grenzschließungs-zeremonie von der anderen Seite anzusehen. Allerdings kann man nach der Zeremonie nicht mehr zurück nach Pakistan, da ja die Grenze für diesen Tag geschlossen ist.
Haben wir also ein Hotel in Amritsar (so heißt der Grenzort in Indien) reserviert. Und gestern Mittag um zwei Uhr ging es los. Erstmal haben uns unsere Fahrer zur Grenze gebracht. Wir waren zu fünft. Es war noch nicht viel los auf pakistanischer Seite. Bis zur Zeremonie noch etwa 2 Stunden Zeit. Wir fanden auf dieser Seite ein sehr neues Terminal für Immigration vor. Unsere Pässe wurden kontrolliert und gestempelt und wir waren nicht mehr offiziell in Pakistan. Dann zu Fuß zum Grenzübergang. Wieder kontrolliert, Daten in ein paar Bücher eingetragen und wir waren in Indien. Dort mussten wir wiederum zur Immigration um unser Pässe zu zeigen. Das Gebäude alt und die Passkontrolle nicht sehr schön anzusehen. Dort angekommen zeigte meine Uhr kurz nach halb vier. Die Zöllner meinten wir wären zu spät und die Grenze seit vier Uhr geschlossen. Leider hatten wir vergessen, dass Indien eine halbe Stunde in der Zeit voraus ist. Scheibenkleister…
Ich dachte schon die lassen uns im Niemandsland sitzen bis zur Öffnung am nächsten Morgen. Aber nein, sie hatten Erbarmen und haben die Computer noch mal angeschmissen. Gegen viertel nach vier (also viertel vor fünf in Indien) waren wir offiziell nach Indien eingereist.
Dann haben wir uns die Zeremonie von der anderen Seite angesehen. Leider gab es in Indien keine VIP Betreuung für Ausländer. Tja, hat die größte Demokratie der Welt eben nicht nötig. Und wir saßen viel weiter vom Geschehen entfernt. Alles in allem gefällt mir die pakistanische Seite viel besser. Dort wird man auch nicht alle dreißig Sekunden angesprochen ob man eine DVD oder Postkarten der Zeremonie kaufen will. War zeitweise richtig nervig.
Und so viele Leute wollten Fotos mit uns machen oder einfach nur unsere Hände schütteln. Viele Familien haben ihre Kinder geschickt, damit wir kurz mit ihnen sprechen. Wir die Ausländeräffchen…
Nach der Zeremonie sollte uns eigentlich ein Fahrer abholen und zum Hotel bringen. Leider konnten wir ihn in all dem Gewimmel nicht finden. Also erstmal warten. Es wurde langsam dunkel und auch eiskalt. Was tun? Wir waren schon ein ganzes Stück die Straße runter gelaufen aber niemand stand da mit einem Schild. Handys funktionierten trotz internationalem Roaming nicht. Also wieder alle zurück und ein Telefon suchen. Wir waren schon nahe daran aufzugeben, plötzlich stand er da, der Fahrer mit dem Schild. Alles wird gut.
Eine halbe Stunde später waren wir zwar immer noch mächtig durchgefroren, aber in einem sehr schönen Hotel. Die Zimmer sehr nett eingerichtet und das Abendessen ein Traum.
Wir hatten im Duty Free (den gibt es sogar an den kleinsten Grenzen) eine Flasche Wodka gekauft. Der hat uns dann sehr geholfen wieder warm zu werden. Aber wir konnten nicht die ganze Flasche trinken. Was also tun im ihn am nächsten Tag nach Pakistan zu schmuggeln? Ganz einfach in eine leere Plastik Wasserflasche füllen. Ist ja kein Flughafen, Flüssigkeiten kann man problemlos mitnehmen. Das Risiko, dass die Zöllner mal von unserem „Wasser“ probieren wollen geht gegen null.
Danach wollten wir nur noch schlafen.
Heute Morgen dann zeitig aufstehen. In Amritsar gibt es nämlich den goldenen Tempel der Sikh zu sehen. Der war wirklich sehr schön. Und die lange Schlange am Eingang haben wir dank unseres Reiseführers links liegen gelassen und sind direkt hinein gegangen. Klappt also doch mit der VIP Betreuung. Einziges Manko: wir mussten am Eingang Schuhe und Strümpfe ausziehen. Und Marmorboden kann bei Nachttemperaturen um die 5 Grad auch morgens noch sehr kalt sein. Huch, ich danke manchmal ich gehe barfuss auf dem Eis.

Nun hatten wir also die Idee mal nach Indien auszureisen und uns die Grenzschließungs-zeremonie von der anderen Seite anzusehen. Allerdings kann man nach der Zeremonie nicht mehr zurück nach Pakistan, da ja die Grenze für diesen Tag geschlossen ist.
Haben wir also ein Hotel in Amritsar (so heißt der Grenzort in Indien) reserviert. Und gestern Mittag um zwei Uhr ging es los. Erstmal haben uns unsere Fahrer zur Grenze gebracht. Wir waren zu fünft. Es war noch nicht viel los auf pakistanischer Seite. Bis zur Zeremonie noch etwa 2 Stunden Zeit. Wir fanden auf dieser Seite ein sehr neues Terminal für Immigration vor. Unsere Pässe wurden kontrolliert und gestempelt und wir waren nicht mehr offiziell in Pakistan. Dann zu Fuß zum Grenzübergang. Wieder kontrolliert, Daten in ein paar Bücher eingetragen und wir waren in Indien. Dort mussten wir wiederum zur Immigration um unser Pässe zu zeigen. Das Gebäude alt und die Passkontrolle nicht sehr schön anzusehen. Dort angekommen zeigte meine Uhr kurz nach halb vier. Die Zöllner meinten wir wären zu spät und die Grenze seit vier Uhr geschlossen. Leider hatten wir vergessen, dass Indien eine halbe Stunde in der Zeit voraus ist. Scheibenkleister…
Ich dachte schon die lassen uns im Niemandsland sitzen bis zur Öffnung am nächsten Morgen. Aber nein, sie hatten Erbarmen und haben die Computer noch mal angeschmissen. Gegen viertel nach vier (also viertel vor fünf in Indien) waren wir offiziell nach Indien eingereist.
Dann haben wir uns die Zeremonie von der anderen Seite angesehen. Leider gab es in Indien keine VIP Betreuung für Ausländer. Tja, hat die größte Demokratie der Welt eben nicht nötig. Und wir saßen viel weiter vom Geschehen entfernt. Alles in allem gefällt mir die pakistanische Seite viel besser. Dort wird man auch nicht alle dreißig Sekunden angesprochen ob man eine DVD oder Postkarten der Zeremonie kaufen will. War zeitweise richtig nervig.
Und so viele Leute wollten Fotos mit uns machen oder einfach nur unsere Hände schütteln. Viele Familien haben ihre Kinder geschickt, damit wir kurz mit ihnen sprechen. Wir die Ausländeräffchen…
Nach der Zeremonie sollte uns eigentlich ein Fahrer abholen und zum Hotel bringen. Leider konnten wir ihn in all dem Gewimmel nicht finden. Also erstmal warten. Es wurde langsam dunkel und auch eiskalt. Was tun? Wir waren schon ein ganzes Stück die Straße runter gelaufen aber niemand stand da mit einem Schild. Handys funktionierten trotz internationalem Roaming nicht. Also wieder alle zurück und ein Telefon suchen. Wir waren schon nahe daran aufzugeben, plötzlich stand er da, der Fahrer mit dem Schild. Alles wird gut.
Eine halbe Stunde später waren wir zwar immer noch mächtig durchgefroren, aber in einem sehr schönen Hotel. Die Zimmer sehr nett eingerichtet und das Abendessen ein Traum.
Wir hatten im Duty Free (den gibt es sogar an den kleinsten Grenzen) eine Flasche Wodka gekauft. Der hat uns dann sehr geholfen wieder warm zu werden. Aber wir konnten nicht die ganze Flasche trinken. Was also tun im ihn am nächsten Tag nach Pakistan zu schmuggeln? Ganz einfach in eine leere Plastik Wasserflasche füllen. Ist ja kein Flughafen, Flüssigkeiten kann man problemlos mitnehmen. Das Risiko, dass die Zöllner mal von unserem „Wasser“ probieren wollen geht gegen null.
Danach wollten wir nur noch schlafen.
Heute Morgen dann zeitig aufstehen. In Amritsar gibt es nämlich den goldenen Tempel der Sikh zu sehen. Der war wirklich sehr schön. Und die lange Schlange am Eingang haben wir dank unseres Reiseführers links liegen gelassen und sind direkt hinein gegangen. Klappt also doch mit der VIP Betreuung. Einziges Manko: wir mussten am Eingang Schuhe und Strümpfe ausziehen. Und Marmorboden kann bei Nachttemperaturen um die 5 Grad auch morgens noch sehr kalt sein. Huch, ich danke manchmal ich gehe barfuss auf dem Eis.
Im Tempelgelände gibt es auch eine Küche. Dort kann jeder umsonst ein warmes Essen bekommen. 50.000 Essen werden pro Tag ausgegeben. Wahnsinn. Der Tempel hat 24 Stunden geöffnet.
Anschließend mussten wir uns schon wieder beeilen, da wir ja wieder nach Pakistan zurück wollten bevor die Grenze schließt. Das haben wir aber problemlos geschafft, wenn auch die Zöllner nicht so ganz verstehen konnten warum 5 Ausländer aus vier Nationen für einen Tag nach Indien gehen.
Und schwierig war auch zu erklären warum ich zwei Pässe habe. In dem einen befindet sich das indische Visum, mit dem ich gestern aus Pakistan aus- und nach Indien eingereist bin. Der andere Pass beherbergt mein neues pakistanisches Visum und sollte mich heute wieder zurück bringen. Allerdings suchten die indischen Zöllner dann nach ihrem Visum. Das war im anderen Pass. Also musste ich beide Pässe zeigen. War aber kein Problem. Niemand hat gefragt warum ich denn zwei gültige Pässe auf meinen Namen habe.
Unsere Fahrer warteten schon auf uns und wir sind wohlbehalten wieder zu Hause angekommen. Abenteuer Indien erfolgreich abgeschlossen.
Anschließend mussten wir uns schon wieder beeilen, da wir ja wieder nach Pakistan zurück wollten bevor die Grenze schließt. Das haben wir aber problemlos geschafft, wenn auch die Zöllner nicht so ganz verstehen konnten warum 5 Ausländer aus vier Nationen für einen Tag nach Indien gehen.
Und schwierig war auch zu erklären warum ich zwei Pässe habe. In dem einen befindet sich das indische Visum, mit dem ich gestern aus Pakistan aus- und nach Indien eingereist bin. Der andere Pass beherbergt mein neues pakistanisches Visum und sollte mich heute wieder zurück bringen. Allerdings suchten die indischen Zöllner dann nach ihrem Visum. Das war im anderen Pass. Also musste ich beide Pässe zeigen. War aber kein Problem. Niemand hat gefragt warum ich denn zwei gültige Pässe auf meinen Namen habe.
Unsere Fahrer warteten schon auf uns und wir sind wohlbehalten wieder zu Hause angekommen. Abenteuer Indien erfolgreich abgeschlossen.
Donnerstag, 17. Januar 2008
Ein neues Jahr in Pakistan
Jetzt wird es aber mal wirklich langsam Zeit, dass ich wieder in meinen Blog schreibe. Ganz drei Wochen keine Nachricht und das nach dem Attentat auf Benazir Bhutto ist nicht gerade nett.
Einige von Euch haben ja schon per eMail nachgefragt ob es mir denn auch noch gut geht. Dabei hatte es mit dem Attentat eigentlich gar nichts zu tun, dass ich nicht geschrieben habe, ich hatte einfach vor lauter Jahresabschlussarbeit keine Zeit.
Nach dem Attentat war die Welt am Montag wieder einigermaßen in Ordnung. Lahore hatte wie immer die wenigsten Unruhen zu verzeichnen, viel mehr Rebellion gab es in Islamabad und Karachi, der Heimatstadt von Benazir.
Dort haben viele Autos und Tankstellen gebrannt, Züge und Busse wurden zerstört. Der Schaden ging in die Millionen. Und das alles in einem Land, dass nicht viel öffentliches Geld besitzt, da ja auch keiner Steuern bezahlt. Die zünden sich hier das eigene Haus an und wundern sich anschließend.
Jedenfalls konnten wir montags unseren Markt wieder öffnen und an die Arbeit zurückkehren. Die Zeit von Freitag und dem Wochenende haben natürlich im Jahresabschluss gefehlt und wir mussten die nächsten beiden Wochenenden durch arbeiten. Montag war es dann vollbracht. Der Jahresabschluss nach Deutschland gemeldet. Puh, eine Sorge weniger.
Silvester haben wir zuerst im Internationalen Club zusammen gegessen. Dann wurde dort um 21.00 Uhr aus Sicherheitsgründen geschlossen. Siggi, hat uns dann zu sich nach Hause eingeladen. Er hat ein Billardzimmer und die Jungs waren mal direkt dort verschwunden. Eine Bank hatte mir zum neuen Jahr einen Kuchen nach Hause geschickt, den haben wir dann im Mitternacht zusammen mit einem Glas Sekt vertilgt. Alles in allem ein ungeplanter und trotzdem sehr schöner Abend. Leider gibt es keinen Feiertag am Neujahr in Pakistan und so mußten wir am nächsten Morgen ganz normal zur Arbeit erscheinen.
Jetzt geht es dann mit den anderen offenen Projekten weiter. Diese Woche war auch Leo aus Hongkong hier und hat mich unterstützt. Heute Abend gehen wir dann noch schön zusammen essen und morgen fliegt er dann schon wieder heim.
Das Wetter ist zurzeit nicht so besonders. Allerdings scheint die kälteste Zeit vorbei zu sein. Ich habe heute Morgen zum ersten Mal den Heizlüfter im Büro zu meinen Füßen nicht angeschmissen. Dafür regnet es heute. Na ja, es kann ja nicht immer die Sonne scheinen.
Am Wochenende kann es noch einmal zu Unruhen kommen, das die Schiiten ihr Ashura Fest feiern. Und gelegentlich kommt es bei solchen Gelegenheiten zu Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten. Irgendwie können die sich nicht so richtig leiden. Also wieder Menschenmengen und Prozessionen meiden und möglichst zu Hause bleiben. Okay, ich habe noch genug DVD’s auf Lager.
Mein Visum wurde erfolgreich um ein weiteres Jahr verlängert. Und die Regel, dass ich alle 90 Tage das Land verlassen muss ist nicht mehr enthalten. Jetzt kann ich einfach bis zum 22. Januar 2009 bleiben. Aber keine Angst, die nächsten Besuche in Deutschland für März und Mai sind bereits geplant.
Einige von Euch haben ja schon per eMail nachgefragt ob es mir denn auch noch gut geht. Dabei hatte es mit dem Attentat eigentlich gar nichts zu tun, dass ich nicht geschrieben habe, ich hatte einfach vor lauter Jahresabschlussarbeit keine Zeit.
Nach dem Attentat war die Welt am Montag wieder einigermaßen in Ordnung. Lahore hatte wie immer die wenigsten Unruhen zu verzeichnen, viel mehr Rebellion gab es in Islamabad und Karachi, der Heimatstadt von Benazir.
Dort haben viele Autos und Tankstellen gebrannt, Züge und Busse wurden zerstört. Der Schaden ging in die Millionen. Und das alles in einem Land, dass nicht viel öffentliches Geld besitzt, da ja auch keiner Steuern bezahlt. Die zünden sich hier das eigene Haus an und wundern sich anschließend.
Jedenfalls konnten wir montags unseren Markt wieder öffnen und an die Arbeit zurückkehren. Die Zeit von Freitag und dem Wochenende haben natürlich im Jahresabschluss gefehlt und wir mussten die nächsten beiden Wochenenden durch arbeiten. Montag war es dann vollbracht. Der Jahresabschluss nach Deutschland gemeldet. Puh, eine Sorge weniger.
Silvester haben wir zuerst im Internationalen Club zusammen gegessen. Dann wurde dort um 21.00 Uhr aus Sicherheitsgründen geschlossen. Siggi, hat uns dann zu sich nach Hause eingeladen. Er hat ein Billardzimmer und die Jungs waren mal direkt dort verschwunden. Eine Bank hatte mir zum neuen Jahr einen Kuchen nach Hause geschickt, den haben wir dann im Mitternacht zusammen mit einem Glas Sekt vertilgt. Alles in allem ein ungeplanter und trotzdem sehr schöner Abend. Leider gibt es keinen Feiertag am Neujahr in Pakistan und so mußten wir am nächsten Morgen ganz normal zur Arbeit erscheinen.
Jetzt geht es dann mit den anderen offenen Projekten weiter. Diese Woche war auch Leo aus Hongkong hier und hat mich unterstützt. Heute Abend gehen wir dann noch schön zusammen essen und morgen fliegt er dann schon wieder heim.
Das Wetter ist zurzeit nicht so besonders. Allerdings scheint die kälteste Zeit vorbei zu sein. Ich habe heute Morgen zum ersten Mal den Heizlüfter im Büro zu meinen Füßen nicht angeschmissen. Dafür regnet es heute. Na ja, es kann ja nicht immer die Sonne scheinen.
Am Wochenende kann es noch einmal zu Unruhen kommen, das die Schiiten ihr Ashura Fest feiern. Und gelegentlich kommt es bei solchen Gelegenheiten zu Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten. Irgendwie können die sich nicht so richtig leiden. Also wieder Menschenmengen und Prozessionen meiden und möglichst zu Hause bleiben. Okay, ich habe noch genug DVD’s auf Lager.
Mein Visum wurde erfolgreich um ein weiteres Jahr verlängert. Und die Regel, dass ich alle 90 Tage das Land verlassen muss ist nicht mehr enthalten. Jetzt kann ich einfach bis zum 22. Januar 2009 bleiben. Aber keine Angst, die nächsten Besuche in Deutschland für März und Mai sind bereits geplant.
Samstag, 29. Dezember 2007
Situation nach dem Tod von Benazir Bhutto
Am Donnerstagnachmittag wurde ein Anschlag auf Benazir Bhutto verübt. Sie war zweimalige Premierministerin in Pakistan und nach 8-jährigem selbst auferlegtem Exil wieder nach Pakistan zurückgekommen um an den Wahlen Anfang Januar teilzunehmen.
Schon am Tag ihrer Rückkehr im Oktober wurde ein Anschlag auf sie verübt, dem sie allerdings unverletzt entkommen konnte.
Nun ist sie tot. Die Situation eskaliert zurzeit. Viele Menschen sind sehr aggressiv und zerschlagen Autoscheiben, zünden Autos, ja ganze Geschäfte und sogar Tankstellen an. Polizei und Militär versuchen die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Wir sehen die Bilder hier aber auch nur im Fernsehen.
Als Vorsichtsmaßnahme haben wir bereits am späten Donnerstagabend beschlossen sowohl unser Büro als auch den Markt geschlossen zu halten. Die Situation wir bestimmt über das Wochenende anhalten und wir werden dann am Montag weiter entscheiden.
So sitze ich also zu Hause und versuche mich anderweitig zu beschäftigen. Gott sei Dank funktioniert das Internet. Gestern war es viele Stunden blockiert. Speziell um den Begräbnistermin von Benazir Bhutto gab es keinerlei Verbindung. Man wollte wohl einfach Kommunikation über Internet und Handy vermeiden. Jetzt funktioniert es, aber leider weiß man nie wie lange.
Die Deutsche Botschaft rät ebenfalls das Haus wenn möglich nicht zu verlassen und zu Hause zu bleiben. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für Pakistan ausgesprochen.
Aber ich bin zu Hause sicher. Macht Euch also keine Sorgen.
Allen einen guten Rutsch und drückt die Daumen, dass die Situation hier sich bis Montag wieder beruhigt.
Schon am Tag ihrer Rückkehr im Oktober wurde ein Anschlag auf sie verübt, dem sie allerdings unverletzt entkommen konnte.
Nun ist sie tot. Die Situation eskaliert zurzeit. Viele Menschen sind sehr aggressiv und zerschlagen Autoscheiben, zünden Autos, ja ganze Geschäfte und sogar Tankstellen an. Polizei und Militär versuchen die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Wir sehen die Bilder hier aber auch nur im Fernsehen.
Als Vorsichtsmaßnahme haben wir bereits am späten Donnerstagabend beschlossen sowohl unser Büro als auch den Markt geschlossen zu halten. Die Situation wir bestimmt über das Wochenende anhalten und wir werden dann am Montag weiter entscheiden.
So sitze ich also zu Hause und versuche mich anderweitig zu beschäftigen. Gott sei Dank funktioniert das Internet. Gestern war es viele Stunden blockiert. Speziell um den Begräbnistermin von Benazir Bhutto gab es keinerlei Verbindung. Man wollte wohl einfach Kommunikation über Internet und Handy vermeiden. Jetzt funktioniert es, aber leider weiß man nie wie lange.
Die Deutsche Botschaft rät ebenfalls das Haus wenn möglich nicht zu verlassen und zu Hause zu bleiben. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für Pakistan ausgesprochen.
Aber ich bin zu Hause sicher. Macht Euch also keine Sorgen.
Allen einen guten Rutsch und drückt die Daumen, dass die Situation hier sich bis Montag wieder beruhigt.
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