Montag, 4. Juli 2011

Chitral/Gilgit Tour - 2. und 3. Tag

Nach der Nacht in Besham ging es früh morgens schon um 6.30 Uhr los. Immerhin lag eine siebenstündige Fahrt vor uns.

Allerdings wurden mit ein paar Fotopausen und Mittagessen dann am Ende 9 Stunden daraus. Dafür gab es alte Steinmalereien von Buddhisten zu sehen und wir haben auch ein paar Dörfer besucht, die sich gerade wieder im Aufbau befinden, nachdem ihnen die Flut im letzten Jahr doch arg zugesetzt hat. Was die Leute hier in Eigenregie wiederherstellen ist bewundernswert.


Dann gegen halb vier waren wir endlich am 1. Etappenziel angekommen. An der Raikot Brücke mussten wir in einen Jeep umsteigen. Er hat uns dann in ca. einer Stunde über eine Schotterpiste auf den Berg gebracht. Eine einspurige zum Abgrund hin natürlich ungesicherte Schotterpiste rauf auf einen Berg. Die ersten 15 Minuten waren super, die zweiten abenteuerlich, die dritten erschreckend und die vierten einfach gar nicht mehr nötig. Aber wir haben überlebt. Nach einer Stunde waren wir aber noch nicht am Ziel. Hier hatte nur eine Steinlawine die Brücke für die Jeeps zerstört und wir mussten samt Gepäck über einen sehr schmalen Trampelpfad auf die andere Seite klettern.

Dort wartete dann ein weiterer Jeep, der uns wieder 20 Minuten weiter brachte.

Bei solchen Gelegenheiten immer wieder schön Frau zu sein, da alle Männer auf der Ladefläche stehen mussten, während ich schon auf dem Beifahrersitz Platz nehmen konnte. Und Ladefläche war bei der Piste wahrlich kein Vergnügen.


Am 2. Etappenziel wartete dann der 3 stündige Aufstieg auf uns. Ich hab es versucht, aber das ging ja gar nicht. Wir mussten 10,5 km marschieren und dabei einen Unterschied von 850 Höhenmetern bewältigen.

Für mich gab es dann wie versprochen ein Pferd. Sein Name war Bull-Bull und er brachte mich in 3 Stunden sicher zum Hotel. Da war es dann allerdings schon stockdunkel und wir haben nichts mehr von der Umgebung gesehen.

Zum Übernachten gab es Zelte oder Hütten. Wir haben uns für Hütten entschieden. Allerdings gab es nur noch zwei und so mussten die drei Jungs sich eine Hütte teilen, während ich meine eigene hatte.


Telefonempfang gab es nur an einer ganz bestimmten Stelle hinter meiner Hütte und dort auch nicht immer und nicht voll. Aber das kennen wir hier ja schon.


Morgens wurden wir dann mit einem super Panorama verwöhnt. Der Nangar Parbat mit seinem Gletscher lag direkt vor uns. Allerdings hat er sich hinter dicken Wolken versteckt.

Und auch Jozef, der über eine Stunde mit seiner Kamera gelauert hat, hat ihn nicht nackig bekommen.


Nach dem Frühstück dann der Abstieg. Mein Pferd war wieder da, aber diesmal habe ich es alleine geschafft. Hat auch nur 1 1/2 Stunden gedauert. Mit den beiden Jeeps dann wieder nach unten.


Dort warteten andere Jeeps auf uns um uns nach Gilgit (ca. 3 Stunden Fahrt) zu bringen.

In Gilgit haben wir erst im Serena zu Abend gegessen und sich dann zu unserem Hotel gefahren. Und dort sitze ich nun und schreiben meinen Blog.


Morgen geht es weiter ins Hunza Tal nach Karimabad.