Dienstag, 12. Juli 2011

Chitral/Gilgit Tour - 4. Tag

Heute morgen sind wir im PTDC Hotel in Gilgit aufgewacht.
Die Nacht war gut und mit über 8 Stunden Schlaf auch lang genug.
Und die offenen Jeeps, die ich gestern für eine weitere Reise abgelehnt hatte, waren durch zwei Toyota Prado ersetzt worden. 7 Stunden auf Schotterpiste bei 30 Grad ohne Klimaanlage waren nun wirklich nicht, was ich mir so unter Urlaub vorgestellt hatte.
Wir haben jeglichen Staub von uns und anderen Autos geschluckt und meine Haare standen vor Dreck. Aber wie gesagt, dieses Problem hatte sich heute morgen Dank unseres Tourguides schon erledigt.

Dann ging es los nach Karimabad im Hunza Tal. Auf der Fahrt haben wir nur dreimal kurz angehalten. Einmal als der berühmte Rakaposhi (7788 m, 12. höchster Berg in Pakistan und Nr. 27 in der Welt) das erste Mal in Sicht kam, dann zum Tee am Rakaposhi View point und dann noch einmal an einem Kirschhain.
Dort gab es ausser Kirschen noch viele andere Früchte und Gemüse zu sehen.
Ich werde ein paar Fotos auf Facebook einstellen und ihr könnt dann raten was ihr dort seht. Bin schon sehr gespannt wie viele meiner Freunde richtig liegen.

Ich habe ganz vergessen, dass wir gestern auch die Stelle gesehen haben an der Himalaya, Hindukusch und Karakoram aufeinander treffen (Pir Panjal). Hier fliessen auch die Flüsse Indus und Hunza River zusammen.

In Karimabad angekommen wartete ein sehr nettes lokales Hotel auf uns. Auch hier gibt es ein PTDC Hotel, aber es liegt direkt an der Hauptstrasse und ist deshalb nicht so sehr zu empfehlen. Unser Tourguide hat uns in ein anderes Hotel eingecheckt und es ist wunderbar. Die Zimmer gross und sauber, heisses Wasser vorhanden und das Essen einfach superb. Zu Mittag gab es Ingwer-Huhn mit Reis und Brot. Einfach nur lecker.

Dann sind wir zu Fuss zum nahen Baltic Fort aufgebrochen. Es waren zwar nur 15 Minuten Fussmarsch, aber es ging die ganze Zeit streng bergauf. Und meine Beine sind von gestern doch schon sehr in Mitleidenschaft gezogen. Muskelkater vom feinsten. Und ich darf gar nicht an morgen denken, der zweite Tag ist ja bekanntlich der schlimmste.

Jedenfalls war das Fort professionell aber doch sehr individuell geführt. Der Kurator war 6 Monate während seiner Ausbildung in einem Münchner Museum und sprach sogar ein wenig deutsch. Wir haben die Führung (in englisch) sehr gelobt. Und ich kann nur jedem, der in diese Region kommt empfehlen das Baltic Fort zu besuchen.
Die Gespräche mit dem Kurator waren sehr anregend, haben aber auch viel Zeit gekostet.
Und so war es anschliessend schon zu spät um noch den Sonnenuntergang am Duiker view point zu erleben. Wir haben es auf morgen verschoben, denn in diesmal sind wir zwei Nächte im selben Hotel.

Nach einem sehr leckeren Abendessen sind dann alle recht schnell im Bett verschwunden.

Morgen will uns unser Tourguide den See nahe Attabad zeigen, der sich im letzten Jahr nach einer Steinlawine gebildet hat, weil man nicht in der Lage war die Blockade zeitnah zu entfernen. Lediglich ein kleiner Durchbruch wurde geschaffen, sodass der See nun nicht mehr weiter unkontrolliert wächst. Aber er verschwindet auch nicht. Das wollen wir uns ansehen.

Dann gibt es wohl noch ein weiteres Fort hier in der Nähe und am Abend den von Heute verschobenen Viewpoint. Wir sind gespannt was der Tag so bringen wird.