Montag, 12. März 2007

Lahore Fort und Badshahi Moschee

Heute morgen haben wir uns um 11.00 Uhr am Büro getroffen und sind dann mit 14 Leuten und einem Bus nur für uns zum Lahore Fort aufgebrochen.
Dort wartete schon ein Fremdenführer auf uns, der uns das ganze Fort gezeigt und uns dessen Geschichte erzählt hat. Man sieht leider, dass nicht viel Geld für Großrenovierung, wie die eines ganzen Fort; vorhanden ist und selbst der Unesco Weltkulturerbe Fond kann da wenig ausrichten. Das ganze Fort schimmelt so vor sich hin. Aber bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen (ca. 23 Grad) trotzdem auf jeden Fall sehenswert.. Und wir wurden natürlich auch in Bereiche eingelassen, die für den „normalen“ Pakistani nicht geöffnet sind. Dafür zahlen die Einheimischen auch nur 10 Rupies (ca. 13 Cent), Ausländer dagegen 200 Rupies (ca. 2,50 EUR) für den Eintritt.

Zum Mittagessen waren wir dann in einem „Hotel“ nahe des Forts. Dort konnten wir auf der 6. Etage auf der Dachterrasse draußen sitzen und es wurde Pizza von Pizza Hut geliefert. Nach Kaffee und Tee sind wir dann zur Moschee aufgebrochen, die gleich gegenüber dem Fort liegt. Am Eingang hieß es dann Schuhe ausziehen. Meine Arme und Beine waren eh bedeckt (ist ja nicht mein erster Besuch in einer Moschee) und ich hatte sogar ein Tuch für den Kopf eingepackt. Man musste sich als Frau nicht verhüllen, aber ich denke es zeugt auch von einem gewissen Respekt, wenn man es trotzdem tut.
Die Moschee wurde 1674 gebaut und bietet Platz für 5.000 Gläubige. Also riesig groß. Man konnte über Wolkensteine laufen und ein einem Raum wurden mittels vieler kleiner Spiegel an der Decke und einer Kerze der Sternenhimmel erzeugt. Und das alles nur, weil die damalige Königin auf Wolken wandeln wollte und den König gebeten hatte ihr die Sterne vom Himmel zu holen. Die Pakistanis sind demnach schon seit Urzeiten mit fordernden Frauen vertraut.

Dann sollte es eigentlich noch zur Wahga Grenze (zwischen Pakistan und Indien) gehen. Leider haben wir ewig lange in einem Stau gestanden. Es ging gar nichts mehr. Unser Fahrer ist dann ausgestiegen und hat erfahren, dass die Straße wegen eines Besuchs des Premierministers gesperrt wurde. Na super!!!
Also heute kein Grenzbesuch, es werden sich mit Sicherheit andere Gelegenheiten bieten dort hin zu fahren.

Der Abend endete dann wie so oft noch auf ein Bier im internationalen Club und gegen sieben waren wir alle wieder wohlbehalten zu Hause angekommen.

Trotzdem tausend Dank an Attila, der Tag war eine Wucht!!!